Eine etwas “moderne” Kamera in meiner analogen Sammlung ist die Canon EOS 300. Nicht zu verwechseln mit der EOS 300D, dieses war meiner erste digitale Spiegelreflexkamera. Die Grundfunktionen teste ich selbstverständlich nach dem Erwerb eines neuen Schätzchens, doch einen Film hatte ich bisher noch nicht belichtet.

Die Canon EOS 300 kam 1999 auf den Markt und war als Kamera für den ambitionierten Hobbyfotografen gedacht. Als solches dominierte sie auch diesen Marktbereich. Bereits zu dieser Zeit verfügte die Kamera über die meisten Funktionen, die auch noch heute bei modernen Kameras verfügbar sind. Hierzu zählen Belichtungsprogramme (Portrait, Landschaft, Nahaufnahme, Action, Nachtprogramm), die ich persönlich für verboten halte, aber auch Verschlusszeitprioritätmodus (S, TV), Blendenprioritätsmodus (A, Av) und die manuelle Belichtungssteuerung.

Weiterhin ist die Kamera mit nützlichen Funktionen ausgestattet, die das Fotografieren erleichtern. Hierzu gehören ein Abblendknopf zur Kontrolle der Schärfentiefe, Belichtungskorrektur in halben Blendenstufen und neben einem 7-Feld-Autofokus mit zentralem Kreuzsensor noch viele weitere Punkte. 



An die Kamera montierte ich das Canon EF 50mm 1:18 II. Dieses hatte ich mir für meine digitale Kamera gekauft, doch alle EOS-Modelle sind mit dem EF-Bajonett ausgestattet, womit auch neuere Objektive an die analogen Kameras passen.

Der eingesetzte Film war wieder der Fomapan 100 Classic. Die Entwicklung erfolgte dann am selben Tag:

  • Entwickler: Adonal 1:50 – 9,61 ml
  • Bewegung: 1mal/Minute
  • Stoppbad: Adostop Eco 1:19 – 24,5 ml
  • Fixierbad: Adofix Plus 1:7  61,25 ml
  • Netzbad: Adolfo II 1:200 – 2,44 ml

Wie schon angemerkt, ist die Kamera in vielen Punkten mit heutigen aktuellen Modellen vergleichbar. Dieses macht die Bedienung sehr einfach und man kann sich auf das Wesentliche konzentrieren. Der einzige Unterschied war eher der monochrome Negativfilm. Dieser zwingt einen dazu im Vorfeld Farben, Lichter und Schatten im Kopf zu einem Schwarzweiss-Bild umzudenken.