Autochromverfahren

Das Autochromverfahren zur Erstellung von Farbfotografien, wurde im Jahr 1907 von den französischen Brüdern Auguste und Louis Lumière erfunden. Es war das erste kommerziell erfolgreiche Verfahren zur Farbfotografie und blieb bis in die 1930er Jahre sehr beliebt.

Das Autochrome-Verfahren basierte auf der Idee, dass eine Fotoplatte mit winzigen Farbkörnern bedeckt wird, die aus den drei Grundfarben Rot, Grün und Blau bestehen. Die Farbkörner wurden auf die Fotoplatte aufgetragen und dann mit einer Schicht aus Kartoffelstärke bedeckt, die als Diffusor diente und das Licht streute. Bei der Belichtung wurde das Licht durch die Farbkörner aufgefangen und durch die Stärkeschicht diffundiert, wodurch eine Farbaufnahme entstand.

Das Autochrome-Verfahren war sehr aufwendig und erforderte eine genaue Belichtung und Entwicklung, aber es ermöglichte erstmals eine relativ einfache Erstellung von Farbfotografien. Die Farbaufnahmen, die mit Autochrome gemacht wurden, hatten jedoch eine sehr spezielle Ästhetik mit einer charakteristischen Weichheit und Pastellfarben, die dem Verfahren eine besondere Anziehungskraft verlieh.

Obwohl das Autochrome-Verfahren heute nicht mehr verwendet wird, gilt es dennoch als wichtiger Meilenstein in der Geschichte der Fotografie und als Pionierarbeit für die Entwicklung moderner Farbfotografie-Techniken.





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