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Wie schmutzig war die analoge Fotografie wirklich?
Analoge Fotografie verbinden wir heute gern mit Entschleunigung. Mit dem Einlegen eines Films, dem bewussten Fotografieren und vielleicht sogar mit ein paar Stunden in der Dunkelkammer. Film statt Sensor, Entwickler statt Lightroom – irgendwie wirkt das fast wie ein Gegenentwurf zu unserer digitalen Welt. Nur eines gerät dabei leicht aus dem Blick: Ein Film ist kein besonders romantisches Stück Kunststoff. Damit wir überhaupt ein Negativ belichten können, braucht es eine empfindliche fotografische Emulsion. Es braucht Silberverbindungen, Gelatine und weitere Chemikalien.…
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Typische Fehler beim Fotografieren – und wie du sie rechtzeitig bemerkst
Du hebst die Kamera ans Auge, siehst ein interessantes Motiv und drückst auf den Auslöser. Doch irgendetwas stimmt nicht. Die Kamera fokussiert nicht so, wie du es erwartest. Die Belichtungszeit ist plötzlich erstaunlich lang. Oder nach dem Druck auf den Auslöser passiert erst einmal – nichts. Ist die Kamera kaputt? Wahrscheinlich nicht. Oft tut sie einfach genau das, was du ihr irgendwann einmal gesagt hast. Das Problem ist nur: Das war gestern. Solche Fehler passieren nicht nur Anfängern. Je besser…
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Fotos aussortieren – warum du mit dem Löschen besser noch etwas wartest
Nach einer Fototour kenne ich meistens zwei ziemlich unterschiedliche Zustände. Entweder komme ich nach Hause und bin überzeugt, dass auf der Speicherkarte mindestens ein halbes Dutzend großartige Fotos stecken muss. Oder ich habe das Gefühl, dass diesmal überhaupt nichts funktioniert hat. Beides ist ein denkbar schlechter Zeitpunkt, um endgültige Entscheidungen zu treffen. Denn wenn wir unsere Bilder zum ersten Mal betrachten, sehen wir nicht nur das Foto. Wir erinnern uns an den Ort, an das Licht, an die Situation und…
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Filmtipp: „Blow-Up“ – Wenn ein Foto mehr Fragen stellt als beantwortet
Ein Fotograf macht ein paar Aufnahmen in einem Londoner Park. Eigentlich nichts Besonderes. Doch später, beim Entwickeln und Vergrößern der Negative, entdeckt er etwas, das er während der Aufnahme offenbar nicht gesehen hat. Vielleicht eine Waffe. Vielleicht einen Toten. Vielleicht sogar einen Mord. Oder sieht er in seinen Bildern irgendwann nur noch das, was er darin sehen möchte? Michelangelo Antonionis „Blow-Up“ aus dem Jahr 1966 ist deshalb für mich weit mehr als ein Klassiker der Filmgeschichte. Für Fotografen ist der…
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Nassplattenfotografie – als Fotografieren noch eine Dunkelkammer brauchte
Stell dir vor, du möchtest unterwegs ein Landschaftsfoto machen. Kamera aufstellen, Bild gestalten, belichten – und weiter geht es. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts konnte daraus ein deutlich größeres Unternehmen werden. Wer mit dem Nasskollodiumverfahren fotografierte, brauchte nicht nur Kamera, Objektiv und Glasplatten. Die Platte musste unmittelbar vor der Aufnahme lichtempfindlich gemacht und anschließend noch im feuchten Zustand belichtet und entwickelt werden. Wer außerhalb des Ateliers fotografierte, nahm deshalb praktisch seine Dunkelkammer mit. Das klingt aus heutiger Sicht…
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William Klein – Wenn das perfekte Foto einfach zu langweilig ist
Manchmal ist ein Foto unscharf. Es ist körnig, der Kontrast ziemlich heftig, die Perspektive wirkt beinahe verzerrt und am Bildrand passiert etwas, das bei einer sorgfältigen Komposition vermutlich nicht dort gelandet wäre. Normalerweise suchen wir dann nach dem Fehler. Bei William Klein lohnt sich eine andere Frage: Was, wenn genau das die Stärke des Bildes ist? Klein gehörte zu den Fotografen, die Vorstellungen davon, was ein „gutes“ Foto zu sein hatte, ziemlich gründlich durcheinanderbrachten. Seine Aufnahmen aus den Straßen von…
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Vivian Maier – die Fotografin, die ihre Bilder für sich behielt
Es gibt Fotografen, deren Karriere sich ziemlich geradlinig erzählen lässt: erste Veröffentlichungen, Ausstellungen, Bücher, Preise. Und dann gibt es Vivian Maier. Sie fotografierte über Jahrzehnte hinweg das Leben auf den Straßen von New York und vor allem Chicago. Menschen, Gesten, Kinder, elegante Passanten, Arbeiter, Menschen am Rand der Gesellschaft, Schaufenster, Spiegelungen – und immer wieder sich selbst. Dabei entstand ein gewaltiges fotografisches Archiv. Nur kannte es zu ihren Lebzeiten kaum jemand. Vivian Maier arbeitete nicht als Berufsfotografin, sondern überwiegend als…
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Léonard Misonne – Wenn das Licht wichtiger wird als das Motiv
Manche Fotografien leben von einem außergewöhnlichen Motiv. Andere davon, dass im richtigen Augenblick das richtige Licht auf etwas eigentlich Alltägliches fällt. Bei Léonard Misonne gehörte das Licht nicht einfach zu einer gelungenen Aufnahme – es war eines ihrer wichtigsten Gestaltungsmittel. Nebel über einer Landschaft, nasse Straßen, Gegenlicht, Dunst und leuchtende Himmel prägen viele seiner Bilder. Dabei ging es Misonne nicht darum, die sichtbare Welt möglichst nüchtern und detailgetreu abzubilden. Seine Fotografien sollten eine Stimmung vermitteln. Damit gehört der belgische Fotograf…
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Gerda Taro – Die mutige Fotografin des Spanischen Bürgerkriegs
Gerda Taro hatte nur wenig Zeit. Als sie im Juli 1937 im Spanischen Bürgerkrieg ums Leben kam, war sie gerade einmal 26 Jahre alt. Ihre Karriere als Fotografin hatte erst wenige Jahre zuvor begonnen. Trotzdem hinterließ sie Bilder, die heute zu den wichtigen fotografischen Dokumenten dieses Krieges gehören. Und doch wurde ihre Geschichte lange vor allem zusammen mit einem anderen Namen erzählt: Robert Capa. Das ist zunächst verständlich. Beide waren ein Paar, arbeiteten gemeinsam und beeinflussten sich gegenseitig. Aber es…
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Unterm Knie, schneide nie – warum Füße über den Bildausschnitt entscheiden
„Unterm Knie, schneide nie.“ Manche fotografischen Merksätze beschäftigen sich mit Belichtungszeit, Blende oder Licht. Dieser hier kümmert sich um etwas viel Bodenständigeres: Beine. Genauer gesagt um die Frage, wo eine Person im Bild enden darf. Denn während Du Dich beim Fotografieren auf Gesicht, Haltung und Licht konzentrierst, kann ein unglücklich gewählter Bildausschnitt die Wirkung eines Porträts erstaunlich stark verändern. „Unterm Knie, schneide nie“ klingt dabei herrlich eindeutig. Ganz so einfach ist es natürlich nicht. Woher kommt der Gedanke? Der Merksatz…

























