ND-Filter-Rechner

Belichtungszeit mit Graufilter berechnen

Ein ND-Filter reduziert das Licht, das durch das Objektiv auf den Sensor fällt. Mit diesem Rechner kannst du aus deiner Belichtungszeit ohne Filter die passende Belichtungszeit mit einem oder mehreren ND-Filtern berechnen.

Wähle die Belichtungszeit, die ohne ND-Filter korrekt wäre.

ND-Filter kurz erklärt:

Warum verlängert ein ND-Filter die Belichtungszeit?

Ein ND-Filter lässt weniger Licht durch das Objektiv. Wenn Blende und ISO unverändert bleiben, muss die geringere Lichtmenge über eine längere Belichtungszeit ausgeglichen werden. Jede zusätzliche Blendenstufe Filterwirkung verdoppelt dabei rechnerisch die Belichtungszeit.

Aus 1/125 Sekunde wird nach einer Stufe ungefähr 1/60 Sekunde, nach zwei Stufen ungefähr 1/30 Sekunde – und nach zehn Stufen rund acht Sekunden.

Was bedeuten ND8, ND64 und ND1000?

Bei ND-Filtern begegnen dir mehrere Bezeichnungssysteme. Ein ND8 besitzt den Filterfaktor 8 und reduziert das Licht um drei Blendenstufen. Ein häufig als ND1000 bezeichneter Filter entspricht ungefähr zehn Blendenstufen; der exakte Zweierfaktor beträgt 1024.

Zusätzlich wird häufig die optische Dichte angegeben. Zehn Blendenstufen entsprechen ungefähr einer optischen Dichte von ND 3.0.

Wie lassen sich ND-Filter kombinieren?

Bei mehreren Filtern werden die Blendenstufen addiert, die Filterfaktoren dagegen multipliziert. ND64 mit sechs Stufen und ND8 mit drei Stufen ergeben zusammen neun Blendenstufen und damit rechnerisch den Faktor 512.

Wichtig: ND1000 + ND8 ergibt nicht ND1008. Die Bezeichnungen werden nicht addiert. Entscheidend sind die Blendenstufen beziehungsweise die Filterfaktoren.

Warum das Ergebnis ein Ausgangswert bleibt

Der Rechner arbeitet mit den angegebenen Nennwerten der Filter. Reale ND-Filter können etwas stärker oder schwächer ausfallen. Auch wechselndes Licht kann besonders bei langen Belichtungszeiten eine Rolle spielen. Nutze das Ergebnis deshalb als fundierten Startwert und kontrolliere anschließend Aufnahme und Histogramm.

Praxisbeispiel

Du fotografierst einen Wasserfall und misst ohne Filter 1/125 Sekunde. Mit einem ND1000 verlängert sich die Belichtungszeit rechnerisch auf rund acht Sekunden. Damit bekommt das Wasser deutlich mehr Bewegungsunschärfe. Nach der ersten Aufnahme kontrollierst du das Ergebnis und passt die Belichtungszeit bei Bedarf an.

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