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Allein mit der Kamera – warum Raymond Depardon die Einsamkeit zur Fotografie zählt
„Il faut aimer la solitude pour être photographe.„Raymond Depardon Sinngemäße deutsche Übersetzung: „Man muss die Einsamkeit lieben, um Fotograf zu werden.“ Ein Satz, der zunächst ziemlich absolut klingt Muss ein Fotograf wirklich die Einsamkeit lieben? Auf den ersten Blick klingt Raymond Depardons Satz fast wie eine Zugangsvoraussetzung für die Fotografie. Wer gerne allein ist, darf hinein. Wer lieber mit anderen Menschen unterwegs ist, hat offenbar den falschen Beruf oder das falsche Hobby gewählt. So wörtlich würde ich den Satz allerdings…
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Alles wurde schon einmal fotografiert
Ich verbringe viel Zeit damit, mir die Arbeiten anderer Fotografen anzusehen. Nicht aus Neugier im Sinne von „Wer macht was?“, sondern aus echtem Interesse an Bildaufbau, Lichtführung, Perspektive. Man könnte sagen: Ich betreibe visuelle Feldforschung. Inspiration gehört zum Handwerk. Wer glaubt, völlig losgelöst von allem zu fotografieren, unterschätzt, wie sehr wir alle visuell geprägt sind. Doch manchmal stoße ich auf Bilder, die sich auffallend ähneln. Gleicher Spot, ähnliche Perspektive, vergleichbare Idee. Der erste Impuls: Wer hat hier wen inspiriert? Beim…
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Alphonse Bertillon, er revolutionierte die Kriminalfotografie mit der Bertillonage
Alphonse Bertillon (*22. April 1853 in Paris; † 13. Februar 1914) war ein französischer Kriminalist, Anthropologe und Pionier der kriminaltechnischen Personenidentifizierung. Er entwickelte mit der Bertillonage das erste systematische Verfahren zur Identifizierung von Straftätern anhand körperlicher Merkmale und prägte zugleich die moderne Polizeifotografie. Seine standardisierten Frontal- und Profilaufnahmen gelten als Vorläufer des bis heute verwendeten Mugshots. Leben Alphonse Bertillon wurde in eine wissenschaftlich geprägte Familie geboren. Sein Vater Louis-Adolphe Bertillon war Arzt, Statistiker und Anthropologe. Nach einer wenig erfolgreichen Schulzeit…
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Analog denken, digital fotografieren
Digitale Fotografie macht vieles möglich – vielleicht zu vieles. Wer nicht mehr gezwungen ist, sich zu entscheiden, verlernt schnell, bewusst zu fotografieren. Dieser Artikel ist kein Plädoyer für analoges Equipment, sondern für eine andere Haltung: weniger Varianten, mehr Entscheidung. Ich komme von einer Fototour zurück – mit zwanzig Bildern. Nicht zweihundert. Nicht fünfzig. Zwanzig. Und ich kann zu jedem einzelnen sagen, warum ich es gemacht habe. Ich erinnere mich an das Licht, an den Moment, an die Entscheidung. Kein Bild…
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Analog gedacht, digital gemacht – aber wozu?
Ein Konzept zwischen zwei Welten Die Idee klingt zunächst fast wie ein Widerspruch: Eine analoge Kamera, bestückt mit einem „Film“, der in Wirklichkeit ein digitaler Sensor ist. Kein Display, keine Menüs, keine unmittelbare Kontrolle des Ergebnisses – und dennoch entstehen am Ende digitale Dateien. Das Kickstarter-Projekt „I’m Back Roll APS-C“ greift genau diesen Zwischenraum auf. Es verspricht, klassische 35mm-Kameras in eine Art Hybrid zu verwandeln: fotografieren wie früher, aber ohne Film. Keine Entwicklung, kein Warten – und trotzdem ein bewusst…
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Analog trifft Digital: Zwei Kameras, ein Motiv und ziemlich verschiedene Ansichten
Auf einem Tisch in einem Fotostudio stehen zwei Kameras nebeneinander. Links eine analoge Spiegelreflexkamera, solides Metallgehäuse, ein paar Gebrauchsspuren und der selbstbewusste Blick einer Kamera, die schon fotografiert hat, als „Cloud“ noch eine Wetterbeschreibung war. Rechts eine moderne Digitalkamera mit hochauflösendem Sensor, klappbarem Display und mehr Menüpunkten, als ihre Nachbarin Bilder auf einen Film bekommt. Lange schweigen sie sich an. Dann fällt der Blick der analogen Kamera auf die große Speicherkarte der Digitalen. „Wie viele Bilder passen da eigentlich drauf?“…

















