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Léonard Misonne – Wenn das Licht wichtiger wird als das Motiv
Manche Fotografien leben von einem außergewöhnlichen Motiv. Andere davon, dass im richtigen Augenblick das richtige Licht auf etwas eigentlich Alltägliches fällt. Bei Léonard Misonne gehörte das Licht nicht einfach zu einer gelungenen Aufnahme – es war eines ihrer wichtigsten Gestaltungsmittel. Nebel über einer Landschaft, nasse Straßen, Gegenlicht, Dunst und leuchtende Himmel prägen viele seiner Bilder. Dabei ging es Misonne nicht darum, die sichtbare Welt möglichst nüchtern und detailgetreu abzubilden. Seine Fotografien sollten eine Stimmung vermitteln. Damit gehört der belgische Fotograf…
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Vordergrund macht Bild gesund – oder steht da einfach nur etwas im Weg?
„Vordergrund macht Bild gesund.“ Der Spruch gehört zu den klassischen Merksätzen der Bildgestaltung. Und wie bei vielen fotografischen Weisheiten steckt darin durchaus etwas Wahres – solange man ihn nicht als Pflichtprogramm versteht. Denn ein Stein, Ast oder Blumentopf im unteren Bildrand macht aus einer langweiligen Aufnahme nicht automatisch ein gutes Foto. Entscheidend ist nicht, dass ein Vordergrund vorhanden ist. Entscheidend ist, was er für das Bild tut. Du stehst vor einer beeindruckenden Landschaft. Berge am Horizont, schönes Licht, vielleicht noch…
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Weitwinkelobjektiv
Viel Bildwinkel, aber vor allem viel Gestaltungsspielraum Ein Weitwinkelobjektiv wird häufig mit einem einfachen Gedanken verbunden: Damit bekommst Du mehr aufs Bild. Das stimmt zwar, beschreibt aber nur einen Teil seiner fotografischen Möglichkeiten. Denn ein Weitwinkel zeigt nicht einfach nur einen größeren Ausschnitt. Es beeinflusst auch, wie Du eine Szene gestaltest. Vordergründe können sehr präsent werden, Entfernungen wirken größer und Linien entwickeln eine starke räumliche Wirkung. Gerade deshalb gehört das Weitwinkel zu den interessantesten Werkzeugen in der Landschafts-, Architektur-, Reise-…
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Wenn der Himmel nicht mitspielt – oder vielleicht doch?
„Schlechtes Wetter gibt es nicht, nur schlechte Fotografen.“ Regen. Nebel. Ein grauer Himmel, der aussieht, als hätte jemand die Farbsättigung auf null gedreht. Vielleicht noch ein kräftiger Wind dazu, damit auch wirklich keine Lust aufkommt, die Kamera aus der Tasche zu holen. Und dann fällt dieser Satz: „Schlechtes Wetter gibt es nicht, nur schlechte Fotografen.“ Das klingt wunderbar entschlossen. Fast so, als müsse ein guter Fotograf aus jeder Wetterlage zwangsläufig ein großartiges Bild mit nach Hause bringen. Aber stimmt das…
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Zwischen Fotograf und Betrachter – wann wir wirklich in ein Foto hineinsehen
“There are always two people in every picture: the photographer and the viewer.”Ansel Adams Sinngemäß auf Deutsch: „An einem Bild sind immer zwei Menschen beteiligt: der Fotograf und der Betrachter.“ Daneben findet sich eine zweite Aussage von Adams: “A photograph is usually looked at—seldom looked into.”Ansel Adams Sinngemäß: „Ein Foto wird meistens nur angeschaut – selten schaut man in es hinein.“ Beide Sätze werden häufig gemeinsam zitiert und passen gedanklich tatsächlich erstaunlich gut zusammen. Sie stammen nach den auffindbaren Quellen…
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Zwölf Bilder im Jahr – warum Ansel Adams erstaunlich wenig von uns verlangt
“Twelve significant photographs in any one year is a good crop.”Ansel Adams Sinngemäß übersetzt: „Zwölf bedeutende Fotografien in einem Jahr sind eine gute Ausbeute.“ Häufig findet man im Deutschen auch die etwas freiere Übersetzung: „Zwölf gute Fotos in einem Jahr sind eine gute Ausbeute.“ Der Unterschied zwischen gut und bedeutend ist allerdings wichtig. Adams wird nicht mit der Aussage zitiert, dass uns nur zwölf technisch oder gestalterisch gelungene Aufnahmen pro Jahr gelingen könnten. „Significant“ legt die Messlatte anders: Gemeint sind…

















