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Zoner Studio: Schau dir einmal an, was das RAW-Modul heute alles kann

Wer sich mit der RAW-Entwicklung beschäftigt, denkt häufig zuerst an Adobe Lightroom. Über viele Jahre galt es als Maßstab und ist bis heute für viele Fotografen die erste Wahl. Auch ich habe Lightroom früher genutzt – doch das ist inzwischen lange her.

Seit vielen Jahren ist Zoner Studio meine bevorzugte Software für Bildverwaltung und RAW-Entwicklung. Adobe-Produkte öffne ich heute nur noch dann, wenn ich tatsächlich einmal ein Werkzeug benötige, das Zoner Studio nicht bietet. Genau das kommt jedoch mit jeder neuen Update seltener vor. Der Funktionsumfang wurde kontinuierlich erweitert und viele Funktionen, die früher Lightroom oder Photoshop vorbehalten waren, gehören heute ganz selbstverständlich zum Programm.

Dieser Beitrag ist deshalb weder ein Vergleichstest noch eine Anleitung zur RAW-Entwicklung. Ich möchte Dir vielmehr einmal zeigen, wie umfangreich das RAW-Modul von Zoner Studio inzwischen geworden ist. Vielleicht kennst Du das Programm noch aus einer Zeit, in der es hauptsächlich als Bildverwaltung wahrgenommen wurde. Dann lohnt sich ein neuer Blick.

Das Entwickeln-Modul

Schon beim ersten Öffnen fällt auf, dass das Entwickeln-Modul übersichtlich aufgebaut ist. Das große Vorschaubild steht im Mittelpunkt, während die Werkzeuge logisch angeordnet sind. Unten befindet sich der Filmstreifen mit den geöffneten Bildern, links die Navigation und rechts sämtliche Bearbeitungswerkzeuge einschließlich der Presets. Darüber liegt das Histogramm, das jederzeit einen schnellen Überblick über die Belichtung gibt.

Obwohl eine beeindruckende Anzahl an Funktionen zur Verfügung steht, wirkt die Oberfläche nie überladen. Wer bereits mit einer anderen RAW-Software gearbeitet hat, wird sich schnell zurechtfinden. Neue Anwender profitieren von der klaren Struktur und der sinnvollen Gruppierung der Werkzeuge. Statt lange nach einzelnen Funktionen zu suchen, kann man sich auf das konzentrieren, worauf es eigentlich ankommt: das Bild.

Alles, was man für die tägliche RAW-Entwicklung benötigt

Der größte Teil der Bildbearbeitung findet in den klassischen Entwicklungswerkzeugen statt. Genau hier zeigt sich, wie umfassend Zoner Studio inzwischen ausgestattet ist. Sämtliche grundlegenden Anpassungen wie Belichtung, Kontrast, Lichter, Tiefen sowie Schwarz- und Weißpunkt stehen ebenso zur Verfügung wie Klarheit, Struktur oder das Entfernen von Dunst. Auch Dynamik und Sättigung lassen sich präzise steuern.

Dabei geht es gar nicht darum, möglichst viele Regler anzubieten. Entscheidend ist vielmehr, dass die Werkzeuge sinnvoll angeordnet sind und sich intuitiv bedienen lassen. Wer regelmäßig RAW-Dateien entwickelt, wird sich innerhalb kürzester Zeit zurechtfinden.

Farben gezielt gestalten

Farben gehören zu den wichtigsten Gestaltungsmitteln in der Fotografie. Entsprechend umfangreich fällt dieser Bereich in Zoner Studio aus. Natürlich lässt sich zunächst der Weißabgleich korrigieren. Darüber hinaus stehen Werkzeuge zur Verfügung, mit denen sich einzelne Farbbereiche gezielt verändern lassen – sei es über Farbton, Sättigung oder Luminanz. Auch moderne Möglichkeiten für das Color Grading gehören inzwischen selbstverständlich dazu.

Gerade in diesem Bereich wird deutlich, dass Zoner Studio weit über eine einfache RAW-Entwicklung hinausgeht. Viele Anpassungen, die früher spezialisierter Software vorbehalten waren, lassen sich heute direkt innerhalb des Programms erledigen.

Wenn es auf Details ankommt

Ist die grundlegende Entwicklung abgeschlossen, geht es häufig um den Feinschliff. Schärfen, Rauschreduzierung und Objektivkorrekturen gehören dabei zu den Werkzeugen, die nahezu bei jedem Bild zum Einsatz kommen. Auch chromatische Aberrationen oder objektivbedingte Verzeichnungen lassen sich direkt korrigieren.

Gerade bei Aufnahmen mit höheren ISO-Werten oder schwierigen Lichtverhältnissen zeigt sich, wie wichtig diese Werkzeuge für die endgültige Bildqualität sind.

Nicht jedes Bild benötigt überall die gleiche Bearbeitung

Ein großer Fortschritt der letzten Jahre sind die Möglichkeiten für lokale Anpassungen. Während früher häufig das gesamte Bild verändert wurde, lassen sich heute einzelne Bereiche gezielt bearbeiten. Dafür stellt Zoner Studio verschiedene Werkzeuge wie Pinsel, Verlaufs- und Radialfilter sowie moderne Maskierungsfunktionen bereit.

Dadurch können beispielsweise Himmel, Vordergrund oder einzelne Motivbereiche unabhängig voneinander angepasst werden. Das eröffnet deutlich mehr kreative Möglichkeiten, ohne den Workflow unnötig kompliziert werden zu lassen.

Der persönliche Feinschliff

Ist die eigentliche RAW-Entwicklung abgeschlossen, beginnt oft der kreative Teil. Schwarzweiß-Umsetzungen, Vignetten, Filmkorn oder verschiedene Presets ermöglichen es, den eigenen Bildstil zu unterstreichen, ohne dass die Bearbeitung künstlich wirkt.

Natürlich ersetzt kein Effekt ein gutes Motiv oder saubere fotografische Arbeit. Richtig eingesetzt können diese Werkzeuge einem Bild jedoch genau den letzten Feinschliff geben, der den persönlichen Stil ausmacht.

Mehr als nur ein RAW-Konverter

Obwohl ich mich in diesem Beitrag bewusst auf das RAW-Modul konzentriere, wäre es eigentlich zu kurz gegriffen, Zoner Studio nur darauf zu reduzieren. Bildverwaltung, Ebenenbearbeitung, HDR, Panoramen, Focus Stacking, Stapelverarbeitung oder verschiedene Exportmöglichkeiten gehören ebenfalls zum Gesamtpaket.

Genau dieser Gedanke einer zentralen Arbeitsumgebung gefällt mir seit Jahren. Ich muss für die meisten Aufgaben nicht zwischen mehreren Programmen wechseln, sondern erledige nahezu meinen gesamten Workflow innerhalb einer einzigen Anwendung. Das spart Zeit und sorgt für einen angenehm flüssigen Arbeitsablauf.

Ich möchte mit diesem Beitrag niemanden davon überzeugen, Lightroom aufzugeben. Wer seit Jahren mit Adobe arbeitet und seinen Workflow darauf aufgebaut hat, wird gute Gründe dafür haben.

Mir ging es vielmehr darum, einmal zu zeigen, wie leistungsfähig das RAW-Modul von Zoner Studio heute geworden ist. Für meinen eigenen Workflow bietet es seit Jahren nahezu alles, was ich für die tägliche Bildbearbeitung benötige. Mit jeder neuen Version wächst der Funktionsumfang weiter, sodass Adobe-Programme bei mir inzwischen nur noch in wenigen Ausnahmefällen zum Einsatz kommen.

Wenn Du Zoner Studio bisher hauptsächlich als Bildverwaltung oder einfache Bildbearbeitung kennst, lohnt sich vielleicht ein neuer Blick. Das RAW-Modul hat sich in den vergangenen Jahren enorm weiterentwickelt und bietet heute Möglichkeiten, die viele Fotografen vermutlich gar nicht erwarten würden.

Zoner Studio selbst ausprobieren

Letztlich ersetzt kein Testbericht die eigenen Erfahrungen. Deshalb empfehle ich Dir, Zoner Studio einfach selbst auszuprobieren. Die aktuelle Version kannst Du sieben Tage kostenlos und ohne Angabe von Zahlungsdaten testen. So bekommst Du schnell ein Gefühl dafür, ob der Workflow und der Funktionsumfang zu Deiner Art der Bildbearbeitung passen.

Den Download der Testversion findest Du direkt auf der offiziellen Website von Zoner.

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