
Fotografie-Rechner – Zusammenhänge verstehen und Werte einfach berechnen
Fotografie besteht nicht nur aus Blende, Belichtungszeit und ISO. Brennweite, Sensorgröße, Auflösung, Aufnahmeabstand oder Filterstärke beeinflussen ebenfalls, wie ein Foto entsteht und welche Möglichkeiten du bei der Aufnahme hast.
Meine Fotografie-Rechner helfen dir dabei, solche Zusammenhänge einfach nachzuvollziehen und praktische Werte zu berechnen.
Dabei geht es nicht darum, die Fotografie auf Formeln zu reduzieren. Viele Ergebnisse sind vielmehr Ausgangspunkte für die Praxis. Sie zeigen dir, warum sich eine Einstellung auf dein Bild auswirkt und helfen dabei, technische Zusammenhänge besser einzuschätzen.
Wähle einfach den Rechner aus, der zu deiner aktuellen Frage passt.
Schärfentiefe-Rechner
Wie groß ist der scharfe Bereich im Foto?
Blende, Brennweite, Aufnahmeabstand und Sensorformat bestimmen gemeinsam, wie weit sich der als scharf wahrgenommene Bereich vor und hinter deinem Fokuspunkt erstreckt.
Mit dem Schärfentiefe-Rechner kannst du Nahpunkt, Fernpunkt und gesamte Schärfentiefe berechnen. Zusätzlich erhältst du die Hyperfokaldistanz.
So wird aus dem abstrakten Begriff Schärfentiefe eine Größe, mit der du experimentieren und Zusammenhänge unmittelbar nachvollziehen kannst.
ND-Filter-Rechner
Wie verändert ein ND-Filter deine Belichtungszeit?
Ein ND-Filter reduziert die Lichtmenge, die auf den Sensor gelangt. Dadurch kannst du deutlich länger belichten – beispielsweise für weich fließendes Wasser oder ziehende Wolken.
Mit dem ND-Filter-Rechner berechnest du aus deiner ursprünglichen Belichtungszeit und der Stärke des Filters die neue Belichtungszeit.
Du kannst dabei bis zu drei ND-Filter miteinander kombinieren. Der Rechner addiert deren Filterwirkung und zeigt dir die daraus resultierende Belichtungszeit.
Crop-Faktor-Rechner
Welchem Bildwinkel entspricht deine Brennweite?
Der Crop-Faktor verlängert keine Brennweite. Ein 35-mm-Objektiv bleibt ein 35-mm-Objektiv – unabhängig davon, an welcher Kamera du es verwendest.
Was sich mit der Sensorgröße verändert, ist der erfasste Bildwinkel.
Mit dem Crop-Faktor-Rechner kannst du Brennweiten verschiedener Sensorformate mit Vollformat vergleichen. So siehst du beispielsweise schnell, welchem Vollformat-Bildwinkel 35 mm an APS-C oder Micro Four Thirds ungefähr entsprechen.
Sternenfotografie-Rechner
Wie lange kannst du Sterne belichten?
Bei längeren Belichtungszeiten macht sich die Erdrotation bemerkbar. Sterne erscheinen dann nicht mehr punktförmig, sondern zunehmend als kleine Striche.
Der Sternenfotografie-Rechner liefert dir einen praxisnahen Ausgangswert für die Belichtungszeit. Dafür verwendet er die vereinfachte NPF-Regel und stellt ihr die klassische 500er-Regel gegenüber.
So bekommst du einen sinnvollen Startwert für deine erste Aufnahme, den du anschließend unter dem Sternenhimmel überprüfen und anpassen kannst.
Makro-Rechner
Wie groß ist der Bildausschnitt bei 1:1, 2:1 oder 5:1?
Bei der Makrofotografie sagt der Abbildungsmaßstab mehr aus als die reine Naheinstellgrenze eines Objektivs.
Mit dem Makro-Rechner kannst du sehen, welche Motivgröße bei einem bestimmten Abbildungsmaßstab auf deinen Sensor passt.
Dadurch wird unmittelbar verständlich, was Angaben wie 1:2, 1:1 oder 2:1 in der Praxis bedeuten – und warum das Sensorformat zwar den erfassten Ausschnitt, aber nicht den optischen Abbildungsmaßstab verändert.
Druckgrößen-Rechner
Wie groß kannst du dein Foto drucken?
Wie groß ein digitales Foto gedruckt werden kann, hängt nicht allein von der Megapixelzahl ab. Entscheidend ist auch, mit welcher Pixeldichte das Bild ausgegeben werden soll.
Mit dem Druckgrößen-Rechner berechnest du aus Pixelmaßen und ppi die mögliche Ausgabegröße in Zentimetern und Zoll.
Zusätzlich siehst du Megapixelzahl und Seitenverhältnis. Damit lässt sich gut nachvollziehen, warum beispielsweise 300 ppi kein allgemeingültiges Mindestmaß für jeden Druck sind.
Panorama-Rechner
Wie viele Aufnahmen brauchst du für dein Panorama?
Für ein Panorama müssen sich die einzelnen Fotos ausreichend überlappen, damit sie später zuverlässig zusammengesetzt werden können.
Der Panorama-Rechner berechnet aus Sensorformat, Brennweite, Kameraausrichtung, gewünschtem Panorama-Bildwinkel und Überlappung, wie viele Einzelaufnahmen du ungefähr benötigst.
Damit kannst du beispielsweise schon vor der Aufnahme abschätzen, wie viele Fotos für ein 120°-, 180°- oder 360°-Panorama sinnvoll sind.