• Lexikon Fotografie

    Albuminpapier

    Albuminpapier war das bedeutendste fotografische Kopierpapier des 19. Jahrhunderts und prägte die Entwicklung der Fotografie über mehrere Jahrzehnte. Zwischen etwa 1850 und 1900 entstanden Millionen von Fotografien auf diesem Material – von Porträts über Landschaftsaufnahmen bis hin zu den berühmten Carte-de-Visite– und Kabinettkarten. Charakteristisch sind die glänzende Oberfläche, die feine Detailzeichnung und der warme Braun- bis Purpurton der Bilder. Das Verfahren gilt als Meilenstein auf dem Weg zur industriellen Massenproduktion fotografischer Abzüge. Geschichte Erfunden wurde das Albuminpapier im Jahr 1850 vom französischen Fotografen Louis-Désiré Blanquart-Évrard. Seine Idee bestand darin, hochwertiges Papier mit einer dünnen Schicht aus Hühnereiweiß (Albumin) zu überziehen. Diese glättete die Papieroberfläche und ermöglichte eine wesentlich höhere Detailwiedergabe…