-
Filmtipp: „Die Bilderkriegerin – Anja Niedringhaus“
Der Film Die Bilderkriegerin – Anja Niedringhaus nähert sich einer Frau, die ihr Leben der dokumentarischen Wahrhaftigkeit verschrieben hat. Im Zentrum steht die deutsche Fotojournalistin Anja Niedringhaus, deren Bilder aus den Krisengebieten der 1990er- und 2000er-Jahre weltweit veröffentlicht wurden. Die Regisseure Roman Kuhn und Sonya Winterberg entscheiden sich bewusst gegen eine heroische Überhöhung. Stattdessen zeichnen sie das Bild einer hochprofessionellen, konzentrierten und zugleich zutiefst empathischen Fotografin. Verkörpert wird sie von Antje Traue, die Niedringhaus mit großer Zurückhaltung spielt – nüchtern, entschlossen, beobachtend. Wer war Anja Niedringhaus? Geboren 1965, begann sie bereits als Jugendliche professionell zu fotografieren – eine frühe Entscheidung für ein Handwerk, das sie nie als bloße Technik verstand,…
-
Filmtipp – Ein Bild von einem Geier – „The Bang Bang Club“
Fotografie zwischen Zeugenschaft und Gewissensfrage The Bang Bang Club ist kein klassischer Kriegsfilm. Im Zentrum stehen nicht Soldaten oder politische Strategien, sondern vier Fotografen, deren Bilder um die Welt gingen – und die selbst Teil der Gewalt wurden, die sie dokumentierten. Der Film stellt eine unbequeme Frage, die weit über das Kino hinausreicht: Wie weit darf – und muss – man für ein gutes Foto gehen? Regisseur Steven Silver verdichtet die reale Geschichte zu einem intensiven Drama über Nähe, Angst, Ehrgeiz und moralische Dilemmata im Fotojournalismus. „Man ist nah genug, um Angst zu haben – und zu weit weg, um einzugreifen.“ Der Film basiert auf dem autobiografischen Buch The Bang-Bang…
-
Mathew Brady: Der Pionier der Kriegsfotografie – Wie ein Fotograf das Gesicht des Amerikanischen Bürgerkriegs für immer veränderte
Mathew Brady, geboren 1823, gilt als Pionier der Kriegsfotografie und Begründer des modernen Fotojournalismus. Während des Amerikanischen Bürgerkriegs verwandelte er das noch junge Medium der Fotografie in ein kraftvolles Werkzeug der Dokumentation, das den Schrecken des Krieges eindrucksvoll ins Bewusstsein der amerikanischen Öffentlichkeit brachte. Gemeinsam mit seinen Mitarbeitern Alexander Gardner, George Barnard und Timothy O’Sullivan dokumentierte er die brutale Realität des Krieges und veränderte so die Art und Weise, wie historische Ereignisse visuell festgehalten und wahrgenommen wurden. Der Beginn: Bradys Studios und seine Vision Schon in den 1840er- und 1850er-Jahren war Brady ein angesehener Porträtfotograf. In seinen Studios in Washington, D.C., und New York City lichtete er viele bedeutende Persönlichkeiten…








