
Schärfentiefe-Rechner
Schärfentiefe einfach berechnen
Wie groß ist der Bereich in deinem Foto, der ausreichend scharf erscheint? Mit dem Schärfentiefe-Rechner kannst du anhand von Sensorformat, Brennweite, Blende und Fokusentfernung den Nahpunkt, den Fernpunkt und die gesamte Schärfentiefe berechnen.
Zusätzlich zeigt dir der Rechner die Hyperfokaldistanz – eine interessante Größe vor allem für Landschafts- und Architekturfotografie.
Das Sensorformat bestimmt den verwendeten Zerstreuungskreis.
Angabe in Millimetern.
Entfernung zwischen Kamera und fokussiertem Motiv in Metern.
Gesamte Schärfentiefe
Was ist Schärfentiefe?
Die Schärfentiefe beschreibt den Bereich vor und hinter der eingestellten Entfernung, der im fertigen Bild noch ausreichend scharf erscheint.
Wichtig dabei: Es gibt nicht plötzlich einen Punkt, an dem ein Motiv von „scharf“ zu „unscharf“ wechselt. Exakt fokussiert ist nur eine Ebene. Vor und hinter dieser Ebene nimmt die Schärfe allmählich ab. Solange diese Unschärfe klein genug bleibt, nehmen wir den Bereich trotzdem als scharf wahr.
Der Rechner zeigt dir deshalb keine absolute Grenze, sondern eine praxisgerechte rechnerische Orientierung.
Was beeinflusst die Schärfentiefe?
Vor allem vier Größen spielen zusammen: Blende, Brennweite, Fokusentfernung und Sensorformat.
Eine weiter geschlossene Blende, beispielsweise f/11 statt f/4, vergrößert in der Regel den als scharf wahrgenommenen Bereich. Auch eine größere Entfernung zum Motiv führt zu mehr Schärfentiefe.
Bei längeren Brennweiten und kurzen Aufnahmeabständen wird der Schärfebereich dagegen häufig deutlich kleiner.
Das Sensorformat fließt über den sogenannten Zerstreuungskreis in die Berechnung ein.
Was bedeuten Nahpunkt und Fernpunkt?
Der Nahpunkt bezeichnet die Entfernung vor der fokussierten Ebene, ab der das Bild rechnerisch ausreichend scharf erscheint.
Der Fernpunkt ist entsprechend die hintere Grenze dieses Bereichs.
Liegt der Nahpunkt beispielsweise bei 2,4 Metern und der Fernpunkt bei 4,1 Metern, ergibt sich daraus eine gesamte Schärfentiefe von 1,7 Metern.
Unter bestimmten Bedingungen kann der Fernpunkt auch bei unendlich liegen.
Was ist die Hyperfokaldistanz?
Die Hyperfokaldistanz ist die Fokusentfernung, bei der sich die Schärfentiefe besonders weit in die Ferne ausdehnt.
Vereinfacht gesagt: Stellst du auf die Hyperfokaldistanz scharf, reicht der rechnerisch ausreichend scharfe Bereich ungefähr von der halben Hyperfokaldistanz bis unendlich.
Das kann beispielsweise in der Landschaftsfotografie hilfreich sein, wenn sowohl der Vordergrund als auch weit entfernte Motive ausreichend scharf erscheinen sollen.
Warum ist Schärfentiefe keine feste Grenze?
Die Berechnung der Schärfentiefe basiert auf einem angenommenen Zerstreuungskreis. Dahinter steckt die Frage, wie groß ein unscharfer Bildpunkt werden darf, bevor wir ihn als unscharf wahrnehmen.
Das hängt nicht nur von der Kamera ab. Auch Ausgabegröße, Betrachtungsabstand und Auflösung spielen eine Rolle.
Ein Foto, das auf einem Smartphone vollkommen scharf erscheint, kann bei einem großen Druck bereits Unterschiede erkennen lassen. Die berechneten Werte solltest du deshalb als sinnvolle Orientierung verstehen – nicht als mathematisch harte Grenze zwischen scharf und unscharf.
Praxisbeispiel
Du fotografierst eine Landschaft mit einer Vollformatkamera, 35 mm Brennweite und Blende f/8. Nun möchtest du wissen, wie weit der Schärfebereich reicht, wenn du auf ein Motiv in fünf Metern Entfernung fokussierst.
Der Rechner zeigt dir den Nahpunkt und Fernpunkt dieser Einstellung. Gleichzeitig kannst du ausprobieren, was passiert, wenn du beispielsweise auf f/11 abblendest oder die Fokusentfernung veränderst.
Gerade dieses Ausprobieren macht die Zusammenhänge verständlich: Du siehst unmittelbar, warum sich die Schärfentiefe verändert, statt dir lediglich eine fotografische Faustregel zu merken.