• Lexikon Fotografie

    Abbe-Theorie

    Die Abbe-Theorie wurde 1873 vom deutschen Physiker Ernst Abbe (1840–1905) entwickelt und zählt zu den wichtigsten Grundlagen der modernen Optik. Sie beschreibt, wie Bilder in Mikroskopen entstehen und warum die Auflösung optischer Systeme durch die Beugung des Lichts begrenzt ist. Die Theorie bildet bis heute die Basis für das Verständnis von Mikroskopen, Kameras, Objektiven und anderen optischen Instrumenten. Grundprinzip Licht verhält sich nicht nur wie ein Strahl, sondern besitzt auch Welleneigenschaften. Trifft Licht auf feine Strukturen, wird es gebeugt. Diese Beugungsmuster enthalten die Informationen über das Objekt. Ein Objektiv kann jedoch nur einen Teil dieser gebeugten Lichtanteile erfassen. Fehlen wichtige Beugungsordnungen, gehen feine Details verloren und können nicht mehr getrennt…