Geschichte der Fotografie
Die Kategorie „Geschichte der Fotografie“ erzählt von den Menschen, Erfindungen und Verfahren, die die Fotografie geprägt haben – von ihren Anfängen bis zur digitalen Gegenwart.
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Nassplattenfotografie – als Fotografieren noch eine Dunkelkammer brauchte
Stell dir vor, du möchtest unterwegs ein Landschaftsfoto machen. Kamera aufstellen, Bild gestalten, belichten – und weiter geht es. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts konnte daraus ein deutlich größeres Unternehmen werden. Wer mit dem Nasskollodiumverfahren fotografierte, brauchte nicht nur Kamera, Objektiv und Glasplatten. Die Platte musste unmittelbar vor der Aufnahme lichtempfindlich gemacht und anschließend noch im feuchten Zustand belichtet und entwickelt werden. Wer außerhalb des Ateliers fotografierte, nahm deshalb praktisch seine Dunkelkammer mit. Das klingt aus heutiger Sicht…
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Léonard Misonne – Wenn das Licht wichtiger wird als das Motiv
Manche Fotografien leben von einem außergewöhnlichen Motiv. Andere davon, dass im richtigen Augenblick das richtige Licht auf etwas eigentlich Alltägliches fällt. Bei Léonard Misonne gehörte das Licht nicht einfach zu einer gelungenen Aufnahme – es war eines ihrer wichtigsten Gestaltungsmittel. Nebel über einer Landschaft, nasse Straßen, Gegenlicht, Dunst und leuchtende Himmel prägen viele seiner Bilder. Dabei ging es Misonne nicht darum, die sichtbare Welt möglichst nüchtern und detailgetreu abzubilden. Seine Fotografien sollten eine Stimmung vermitteln. Damit gehört der belgische Fotograf…
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Gerda Taro – Die mutige Fotografin des Spanischen Bürgerkriegs
Gerda Taro hatte nur wenig Zeit. Als sie im Juli 1937 im Spanischen Bürgerkrieg ums Leben kam, war sie gerade einmal 26 Jahre alt. Ihre Karriere als Fotografin hatte erst wenige Jahre zuvor begonnen. Trotzdem hinterließ sie Bilder, die heute zu den wichtigen fotografischen Dokumenten dieses Krieges gehören. Und doch wurde ihre Geschichte lange vor allem zusammen mit einem anderen Namen erzählt: Robert Capa. Das ist zunächst verständlich. Beide waren ein Paar, arbeiteten gemeinsam und beeinflussten sich gegenseitig. Aber es…
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Arbeiterfotografie – Die Bewegung, die das Leben und die Kämpfe der Arbeiterklasse dokumentierte
Fotografie war zu Beginn des 20. Jahrhunderts längst mehr als ein technisches Experiment. Sie wurde zum Mittel der Dokumentation, der Berichterstattung und zunehmend auch der gesellschaftlichen Auseinandersetzung. Während viele Fotografen Landschaften, Architektur oder Porträts festhielten, entstand in den 1920er-Jahren eine Bewegung, die ihren Blick auf die Lebenswirklichkeit der arbeitenden Bevölkerung richtete: die Arbeiterfotografie. Sie wollte den Alltag der Menschen zeigen, die das wirtschaftliche Rückgrat der Gesellschaft bildeten, deren Lebensbedingungen in der öffentlichen Wahrnehmung jedoch oft kaum Beachtung fanden. Fabriken, enge…
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Henri Le Secq – Pionier der französischen Architekturfotografie
Henri Jean-Louis Le Secq des Tournelles zählt zu den bedeutenden Pionieren der französischen Fotografie des 19. Jahrhunderts. Bekannt wurde er vor allem durch seine Aufnahmen gotischer Kathedralen, historischer Bauwerke und des alten Paris. Dabei verstand er die Kamera nicht nur als Mittel zur sachlichen Dokumentation. Seine Bilder verbinden Genauigkeit mit einer bewussten Gestaltung und einer oft beinahe stillen, nachdenklichen Atmosphäre. Vom Künstler zum Fotografen Henri Le Secq des Tournelles wurde 1818 in Paris geboren und starb dort 1882. Zunächst beschäftigte…
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Alfred Eisenstaedt, einer der bedeutendsten Fotojournalisten des 20. Jahrhunderts
Alfred Eisenstaedt (*6. Dezember 1898 in Dirschau, Westpreußen; †24. August 1995 in Oak Bluffs, Massachusetts, USA) war einer der bedeutendsten Fotojournalisten des 20. Jahrhunderts. Mit seinen lebendigen Reportagen und einfühlsamen Porträts prägte er den modernen Bildjournalismus entscheidend. Besonders bekannt wurde er als Fotograf des US-Magazins Life, für das er über Jahrzehnte arbeitete und mehr als 2.500 Bildreportagen sowie über 90 Titelbilder veröffentlichte. Vom Hobbyfotografen zum Weltreporter Eisenstaedt erhielt bereits als Jugendlicher seine erste Kamera und entwickelte früh eine Leidenschaft für…
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Gustave Le Gray, seine ikonischen Landschafts- und Meeresaufnahmen gelten als Meisterwerke der Fotogeschichte
Jean-Baptiste Gustave Le Gray (*30. August 1820 in Villiers-le-Bel, Frankreich; †30. Juli 1884 in Kairo, Ägypten) gilt als einer der bedeutendsten Pioniere der Fotografie des 19. Jahrhunderts. Der französische Fotograf, Maler und Erfinder verband technisches Können mit künstlerischem Anspruch und prägte die Entwicklung der Fotografie nachhaltig. Seine Landschafts-, Architektur- und insbesondere seine berühmten Meeresaufnahmen gehören zu den bedeutendsten Werken der Frühgeschichte der Fotografie. Leben und Werdegang Le Gray absolvierte zunächst eine Ausbildung als Maler im Atelier des Historienmalers Paul Delaroche.…
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Auguste Salzmann, einer der bedeutendsten Vertretern der frühen Dokumentarfotografie
Auguste Salzmann (*14. April 1824 in Ribeauvillé, Elsass; † 24. Februar 1872 in Paris) war ein französischer Maler, Archäologe und Fotograf. Er gilt als einer der bedeutendsten Pioniere der archäologischen Fotografie und gehörte zu den ersten, die das damals noch junge Medium gezielt zur wissenschaftlichen Dokumentation historischer Bauwerke und Ausgrabungsstätten einsetzten. Seine Fotografien aus Jerusalem zählen heute zu den wichtigsten Zeugnissen der frühen Fotografie des 19. Jahrhunderts. Frühes Leben Salzmann entstammte einer wohlhabenden elsässischen Unternehmerfamilie. Ursprünglich widmete er sich der…
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Louis-Jacques-Mandé Daguerre, seine Erfindung der Daguerreotypie, markiert den Beginn der praktischen Fotografie und zählt zu den bedeutendsten technischen Innovationen
Louis-Jacques-Mandé Daguerre (18. November 1787 in Cormeilles-en-Parisis; † 10. Juli 1851 in Bry-sur-Marne, Frankreich) war ein französischer Maler, Bühnenbildner und Erfinder. Er gilt als einer der bedeutendsten Wegbereiter der Fotografie. Mit der Entwicklung der Daguerreotypie, dem ersten praxistauglichen fotografischen Verfahren, legte er den Grundstein für die weltweite Verbreitung der Fotografie und prägte eine ganze Epoche der Bildgeschichte. Bevor Daguerre sich mit der Fotografie beschäftigte, arbeitete er erfolgreich als Theatermaler und Bühnenbildner in Paris. Große Bekanntheit erlangte er 1822 mit dem…
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Louis-Désiré Blanquart-Évrard, Fotograf, Chemiker und Erfinder des Albuminpapiers
Louis-Désiré Blanquart-Évrard zählt zu den bedeutendsten Pionieren der frühen Fotografie. Der französische Chemiker, Fotograf und Verleger revolutionierte Mitte des 19. Jahrhunderts die Herstellung fotografischer Papierabzüge und legte damit den Grundstein für die industrielle Verbreitung von Fotografien. Besonders bekannt wurde er durch die Entwicklung des Albuminpapier-Verfahrens, das über Jahrzehnte das wichtigste Fotopapier der Welt war. Leben Louis-Désiré Blanquart-Évrard wurde am 2. August 1802 in Lille, Frankreich, geboren. Ursprünglich arbeitete er als Tuchhändler und beschäftigte sich intensiv mit Chemie. Nachdem Louis Daguerre…





























