Makro-Rechner

Wie groß wird ein Motiv bei einem bestimmten Abbildungsmaßstab erfasst?

Beim Fotografieren im Nah- und Makrobereich spielt der Abbildungsmaßstab eine wichtige Rolle. Er beschreibt, wie groß ein Motiv auf dem Kamerasensor abgebildet wird.

Mit dem Makro-Rechner kannst du Sensorformat und Abbildungsmaßstab auswählen. Der Rechner zeigt dir anschließend, wie groß der Motivausschnitt ist, der den Sensor vollständig ausfüllt.

So wird beispielsweise schnell sichtbar, was der klassische Makro-Maßstab 1:1 in der Praxis tatsächlich bedeutet.

Die Sensorgröße bestimmt, welche Motivfläche bei gleichem Abbildungsmaßstab erfasst wird.

1:1 bedeutet: Ein 10 mm großes Motiv wird 10 mm groß auf dem Sensor abgebildet.

Erfasste Motivgröße

36 × 24 mm
Abbildungsmaßstab 1:1
Motivbreite 36 mm
Motivhöhe 24 mm

Bei einem Abbildungsmaßstab von 1:1 passt auf einen Vollformatsensor rechnerisch ein Motiv von etwa 36 × 24 mm vollständig ins Bild.

Der Abbildungsmaßstab beschreibt das Größenverhältnis zwischen Motiv und seiner Abbildung auf dem Sensor. Bei 1:1 wird ein 10 mm großes Motiv auch 10 mm groß auf dem Sensor abgebildet.

Was ist der Abbildungsmaßstab?

Der Abbildungsmaßstab beschreibt das Verhältnis zwischen der tatsächlichen Größe eines Motivs und der Größe seiner Abbildung auf dem Kamerasensor.

Bei einem Maßstab von 1:1 wird ein 10 Millimeter großes Motiv auch 10 Millimeter groß auf dem Sensor abgebildet.

Das bedeutet nicht, dass das Motiv später auf dem Bildschirm oder Ausdruck nur 10 Millimeter groß erscheint. Dort kann das Bild natürlich erheblich vergrößert dargestellt werden. Der Abbildungsmaßstab bezieht sich ausschließlich auf die Abbildung auf dem Sensor bei der Aufnahme.

Was bedeutet 1:1 bei einem Makroobjektiv?

Ein Abbildungsmaßstab von 1:1 wird häufig auch als Lebensgröße oder 1-fache Vergrößerung bezeichnet.

Bei einer Vollformatkamera mit einem Sensor von ungefähr 36 × 24 mm bedeutet 1:1: Ein Motiv beziehungsweise Motivausschnitt von etwa 36 × 24 mm kann den gesamten Sensor ausfüllen.

Ein Gegenstand mit einer Breite von 36 mm würde damit – bei entsprechender Ausrichtung – ungefähr die gesamte Bildbreite einnehmen.

Was bedeutet 1:2?

Bei 1:2 wird das Motiv auf dem Sensor halb so groß abgebildet wie in Wirklichkeit.

Ein 10 mm großes Motiv nimmt auf dem Sensor also nur 5 mm ein.

Dadurch passt bei gleichem Sensor ein größerer Motivausschnitt ins Bild. Bei einem Vollformatsensor von 36 × 24 mm entspricht 1:2 rechnerisch einem erfassten Bereich von ungefähr:

72 × 48 mm

1:2 bietet also weniger Vergrößerung als 1:1.

Und was bedeutet 2:1?

Bei 2:1 passiert das Gegenteil. Das Motiv wird auf dem Sensor doppelt so groß abgebildet, wie es tatsächlich ist.

Ein nur 5 mm großes Detail wird dann 10 mm groß auf dem Sensor dargestellt.

Auf einem Vollformatsensor entspricht 2:1 deshalb nur noch einem Motivausschnitt von ungefähr:

18 × 12 mm

Je größer die erste Zahl beim Verhältnis wird, desto kleiner wird also der Motivausschnitt, der den Sensor vollständig ausfüllt.

Warum spielt die Sensorgröße eine Rolle?

Der Abbildungsmaßstab selbst verändert sich durch das Sensorformat nicht.

1:1 bleibt 1:1 – unabhängig davon, ob du mit Vollformat, APS-C oder Micro Four Thirds fotografierst.

Was sich verändert, ist der erfasste Bildausschnitt.

Bei 1:1 kann ein Vollformatsensor mit 36 × 24 mm einen entsprechend großen Motivausschnitt vollständig erfassen. Ein Micro-Four-Thirds-Sensor mit ungefähr 17,3 × 13 mm erfasst bei demselben Abbildungsmaßstab dagegen nur etwa 17,3 × 13 mm.

Der kleinere Sensor zeigt bei gleichem Abbildungsmaßstab somit einen kleineren Ausschnitt des Motivs.

Bedeutet ein kleinerer Sensor mehr Vergrößerung?

Nicht im eigentlichen optischen Sinn.

Ein kleinerer Sensor verändert nicht den Abbildungsmaßstab des Objektivs. Ein Objektiv, das 1:1 erreicht, bildet ein 10 mm großes Motiv weiterhin 10 mm groß auf dem Sensor ab.

Der kleinere Sensor schneidet lediglich einen kleineren Ausschnitt aus diesem Bildkreis heraus. Dadurch nimmt dasselbe Motiv einen größeren Anteil des fertigen Bildes ein.

Das kann bei Makroaufnahmen praktisch sein, sollte aber nicht mit einer höheren optischen Vergrößerung verwechselt werden.

Warum ist der Abbildungsmaßstab hilfreicher als die Naheinstellgrenze?

Die Naheinstellgrenze sagt zunächst nur, wie nah die Kamera fokussieren kann. Sie verrät nicht unmittelbar, wie groß ein kleines Motiv anschließend auf dem Sensor erscheint.

Auch die Brennweite allein beantwortet diese Frage nicht.

Der Abbildungsmaßstab ist deshalb eine besonders hilfreiche Angabe, wenn du wissen möchtest, wie klein ein Motiv sein darf, um einen bestimmten Teil des Bildes auszufüllen.

Gerade beim Vergleich von Makroobjektiven lohnt sich daher ein Blick auf den maximal erreichbaren Abbildungsmaßstab.

Ein praktisches Beispiel

Du fotografierst mit einer Vollformatkamera und einem Makroobjektiv, das 1:1 erreicht.

Der Sensor ist ungefähr 36 × 24 mm groß. Bei 1:1 kann deshalb ein Motivbereich von etwa 36 × 24 mm den gesamten Sensor ausfüllen.

Erreicht ein spezielles Makroobjektiv dagegen 2:1, reduziert sich dieser Ausschnitt auf ungefähr 18 × 12 mm.

Bei 5:1 sind es sogar nur noch etwa 7,2 × 4,8 mm.

Genau hier wird der Nutzen des Rechners deutlich: Aus einer zunächst abstrakten Angabe wie „2:1“ wird eine unmittelbar vorstellbare Motivgröße.

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