{"id":890,"date":"2020-01-24T15:21:40","date_gmt":"2020-01-24T14:21:40","guid":{"rendered":"https:\/\/digimaelde.de\/?page_id=890"},"modified":"2026-07-27T19:16:36","modified_gmt":"2026-07-27T17:16:36","slug":"geschichte-der-fotografie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/juergenpubanz.de\/en\/geschichte-der-fotografie\/","title":{"rendered":"Geschichte der Fotografie"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Fotografie ist eine Kunstform, die es uns erm&ouml;glicht, Bilder aufzunehmen und zu bewahren. Im Wesentlichen ist Fotografie die Kunst, mit Hilfe von Licht und Technologie Bilder aufzunehmen. Es ist eine der bedeutendsten Erfindungen in der Geschichte der Menschheit und hat unser Verst&auml;ndnis von der Welt und uns selbst ma&szlig;geblich beeinflusst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Geschichte der Fotografie begann mit der <a href=\"https:\/\/juergenpubanz.de\/en\/enzyklopaedie\/camera-obscura\/\" target=\"_self\" title=\"Die Camera obscura ist eine optische Vorrichtung, die bereits seit dem antiken Griechenland bekannt ist. Das Prinzip beruht darauf, dass Licht durch ein kleines Loch in eine abgedunkelte Kammer f&auml;llt und auf der gegen&uuml;berliegenden Wand ein verkleinertes und auf dem&hellip;\" class=\"encyclopedia\">Camera obscura<\/a> (Bild oben), die im 11. Jahrhundert von Alhazen entwickelt wurde. Die Camera obscura (lat. f&uuml;r &bdquo;dunkle Kammer&ldquo;) ist ein optisches Ger&auml;t, das bereits im 11. Jahrhundert von dem arabischen Gelehrten Alhazen beschrieben wurde. Es besteht aus einer abgedunkelten Kammer oder einem Kasten mit einem winzigen Loch in einer der W&auml;nde. Wenn Licht durch das Loch in die Kammer f&auml;llt, entsteht auf der gegen&uuml;berliegenden Wand ein umgedrehtes und seitenverkehrtes Bild der Umgebung au&szlig;erhalb der Kammer.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieses Ph&auml;nomen beruht auf den Gesetzen der Optik. Die Lichtstrahlen, die durch das Loch eintreten, breiten sich in gerader Linie aus und treffen auf die gegen&uuml;berliegende Wand. Dort entsteht ein verkleinertes Bild der Umgebung, das auf dem Kopf steht und spiegelverkehrt ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Camera obscura wurde in der Renaissance von K&uuml;nstlern und Wissenschaftlern als Hilfsmittel zur Perspektivdarstellung verwendet. Die Projektion des umgedrehten Bildes auf einer Fl&auml;che im Inneren der Kammer erlaubte es den K&uuml;nstlern, die <a href=\"https:\/\/juergenpubanz.de\/en\/enzyklopaedie\/perspektive\/\" target=\"_self\" title=\"Sie ist in der Fotografie &ndash; mehr als nur der Blickwinkel Perspektive geh&ouml;rt zu den wirkungsvollsten Gestaltungsmitteln der Fotografie &ndash; und gleichzeitig zu den Begriffen, die leicht missverst&auml;ndlich verwendet werden. Oft hei&szlig;t es beispielsweise, ein Weitwinkelobjektiv w&uuml;rde die Perspektive verst&auml;rken&hellip;\" class=\"encyclopedia\">Perspektive<\/a> und die Proportionen von Objekten genauer zu erfassen und abzubilden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Laufe der Zeit wurde die Camera obscura weiterentwickelt und verfeinert. Die Lochgr&ouml;&szlig;e konnte variiert werden, um die Sch&auml;rfe des Bildes zu beeinflussen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu Beginn des 16. Jahrhunderts entwarf der beeindruckende K&uuml;nstler, Wissenschaftler und Erfinder Leonardo da Vinci Diagramme und schrieb Anweisungen &uuml;ber die Camera Obscura. In diesen Arbeiten schloss er nicht nur Nadell&ouml;cher, sondern auch einfache Glaslinsen ein.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:31px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"506\" src=\"https:\/\/neu.juergenpubanz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Monokular.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-892\" srcset=\"https:\/\/juergenpubanz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Monokular.jpg 700w, https:\/\/juergenpubanz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Monokular-400x289.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\"><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Bild: Gemeinfrei<\/em><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<div style=\"height:29px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Linsen und Optik waren zu dieser Zeit eine relativ neue, aber etablierte Wissenschaft, die von den Astronomen zur Erweiterung unseres Wissens &uuml;ber das Universum genutzt wurde. Interessanterweise waren die Astronomen auch eine treibende Kraft hinter dem Aufkommen des Films, was f&uuml;r unsere Geschichte der Fotografie interessant ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Johannes Kepler, Astronom und allgemein ein kluger Kerl, bekommt den Verdienst, 1604 den Begriff Fotografie f&uuml;r eine Zeichnung mit Licht gepr&auml;gt zu haben. Er bezog sich auf die Verwendung von Teleskopoptik, um ein Bild auf ein Blatt Papier oder eine Leinwand zu projizieren, um die Sterne zu zeichnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Laufe der Zeit wurde die Camera obscura weiterentwickelt und schlie&szlig;lich entstand die Lochkamera, die als erste Vorstufe der modernen Kamera gilt. Eine Lochkamera ist ein kleiner Kasten mit einem winzigen Loch auf der einen Seite und einem lichtempfindlichen Material auf der anderen Seite. Das Licht f&auml;llt durch das Loch in die Kamera ein und erzeugt ein umgedrehtes Bild auf dem lichtempfindlichen Material.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1826 erfand Joseph Nic&eacute;phore Ni&eacute;pce die Fotografie. Er entwickelte das erste fotographische Verfahren, das er Heliografie nannte. Es handelt sich um das erste bekannte Verfahren zur Erzeugung dauerhafter fotografischer Abbildungen. Der Name Heliografie kommt aus dem Griechischen und bedeutet &bdquo;Sonne schreiben&ldquo;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei der Heliografie wird eine lichtempfindliche Beschichtung auf eine Metallplatte aufgetragen. Diese Beschichtung besteht aus einem Gemisch aus Bitumen, einem &ouml;lartigen Harz, und Lavendel&ouml;l, das als L&ouml;sungsmittel dient. Die beschichtete Platte wird dann in eine Camera obscura eingesetzt und dem Sonnenlicht ausgesetzt. Durch das Loch in der Kamera f&auml;llt das Licht auf die beschichtete Platte und belichtet sie.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die <a href=\"https:\/\/juergenpubanz.de\/en\/enzyklopaedie\/belichtungszeit\/\" target=\"_self\" title=\"Die Belichtungszeit ist ein wichtiger Parameter in der Fotografie und bezieht sich auf die Dauer, in der der Verschluss der Kamera ge&ouml;ffnet bleibt, um Licht auf den Film oder den Sensor zu lassen. Sie wird in Sekunden oder Bruchteilen davon&hellip;\" class=\"encyclopedia\">Belichtungszeit<\/a> betr&auml;gt je nach Lichtverh&auml;ltnissen und Gr&ouml;&szlig;e des Lochs mehrere Stunden bis zu mehreren Tagen. Durch die Einwirkung des Lichts wird das Bitumen auf der Platte hart und dunkel, w&auml;hrend die unbelichteten Bereiche des Bitumens durch das Lavendel&ouml;l ausgewaschen werden, so dass sie heller bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach der <a href=\"https:\/\/juergenpubanz.de\/en\/enzyklopaedie\/belichtung\/\" target=\"_self\" title=\"Belichtung geh&ouml;rt zu den Begriffen, an denen in der Fotografie kein Weg vorbeif&uuml;hrt. Denn unabh&auml;ngig davon, ob Du mit einer modernen Systemkamera, einer analogen Spiegelreflexkamera oder dem Smartphone fotografierst: Am Anfang eines Fotos steht immer Licht. Dabei geht es bei&hellip;\" class=\"encyclopedia\">Belichtung<\/a> wird die Platte in Lavendel&ouml;l getaucht, das die unbelichteten Bereiche des Bitumens ausw&auml;scht und somit ein Bild auf der Platte erzeugt. Das entstandene Bild ist jedoch noch nicht stabil und kann durch weitere Einwirkung von Licht zerst&ouml;rt werden. Um es haltbar zu machen, wird die Platte mit einer Mischung aus Lavendel&ouml;l und Terpentin&ouml;l gewaschen und dann vorsichtig erhitzt, um das Bitumen zu schmelzen und zu fixieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Heliografie war ein wichtiger Schritt in der Geschichte der Fotografie, da sie erstmals die M&ouml;glichkeit bot, dauerhafte fotografische Abbildungen zu erzeugen. Ni&eacute;pces erste Heliografie aus dem Jahr 1826 zeigt den Blick aus dem Fenster seines Arbeitszimmers in Le Gras und ist damit das &auml;lteste erhaltene Foto der Welt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ni&eacute;pce arbeitete weiter an seiner Erfindung und schlie&szlig;lich gelang es ihm, ein Bild auf eine Zinnplatte zu bannen, die erste <a href=\"https:\/\/juergenpubanz.de\/en\/enzyklopaedie\/daguerreotypie\/\" target=\"_self\" title=\"Die Daguerreotypie war das erste praxistaugliche und kommerziell erfolgreiche fotografische Verfahren der Geschichte. Es wurde von Louis-Jacques-Mand&eacute; Daguerre entwickelt und am 19. August 1839 der &Ouml;ffentlichkeit vorgestellt. Die Daguerreotypie markiert den Beginn der modernen Fotografie und gilt bis heute als&hellip;\" class=\"encyclopedia\">Daguerreotypie<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es war nur eines von mehreren Experimenten, aber der Blick aus dem Fenster in Le Gras ist die fr&uuml;heste erhaltene Fotografie. Nic&eacute;phore Ni&eacute;pce benutzte ein Blech, auf dem eine Schicht von Chemikalien aufgebracht war. <\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:29px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"487\" src=\"https:\/\/neu.juergenpubanz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/erste_fotografie.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-893\" srcset=\"https:\/\/juergenpubanz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/erste_fotografie.jpg 700w, https:\/\/juergenpubanz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/erste_fotografie-400x278.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\"><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Foto:  Nic&eacute;phore Ni&eacute;pce , Gemeinfrei<\/em><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<div style=\"height:28px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Obwohl lichtempfindlich, war sie nicht sehr empfindlich. Es dauerte 8 Stunden, um das Bild aufzunehmen. Man kann sehen, wie das Sonnenlicht beide Seiten der Geb&auml;ude beleuchtet. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Louis-Jacques-Mand&eacute; Daguerre und Ni&eacute;pce arbeiteten zusammen und entwickelten schlie&szlig;lich die Daguerreotypie weiter, bis sie 1839 der &Ouml;ffentlichkeit vorgestellt wurde. Die Daguerreotypie war ein gro&szlig;er Erfolg und wurde schnell zu einem beliebten Mittel, um Portr&auml;ts aufzunehmen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:31px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"503\" src=\"https:\/\/neu.juergenpubanz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Boulevard_du_Temple_by_Daguerre.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-894\" srcset=\"https:\/\/juergenpubanz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Boulevard_du_Temple_by_Daguerre.jpg 700w, https:\/\/juergenpubanz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Boulevard_du_Temple_by_Daguerre-400x287.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\"><figcaption class=\"wp-element-caption\"> <em> Foto: Louis Daguerre, Gemeinfrei<br>Pariser Stra&szlig;enansicht (Boulevard du Temple), Daguerreotypie von Louis Daguerre, aufgenommen vom Fenster seines Arbeitszimmers aus, 1838; diese Aufnahme gilt als das &auml;lteste Foto, auf dem Menschen abgebildet sind. (Schuhputzer und Kunde an der Stra&szlig;enecke unten links) <\/em><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den Jahren nach der Daguerreotypie entwickelte William Henry Fox Talbot das erste Kalotypie-Verfahren, erm&ouml;glichte es, mehrere Kopien von einem negativen Bild herzustellen. Diese Entwicklung war von entscheidender Bedeutung f&uuml;r die weitere Entwicklung der Fotografie.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Kalotypie-Verfahren basierte auf der Verwendung von lichtempfindlichem Papier, das mit Silbersalzen behandelt wurde. Eine Belichtung des Papiers mit einer Kamera erzeugte eine latente Bildaufzeichnung. Diese latente Aufzeichnung wurde dann durch eine chemische Behandlung sichtbar gemacht, indem das Papier mit einer L&ouml;sung aus Gallo- und Kaliumjodid behandelt und dann mit Silbernitrat fixiert wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Kalotypie-Verfahren hatte den Vorteil, dass es im Gegensatz zum zuvor entwickelten Daguerreotypie-Verfahren, das nur ein einziges, auf einer Metallplatte aufgezeichnetes Bild erzeugte, eine negative Bildaufzeichnung erzeugte. Dieses Negative konnte verwendet werden, um beliebig viele positive Abz&uuml;ge desselben Bildes zu erstellen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kalotypie war ein wichtiger Schritt in der Entwicklung der Fotografie und hatte einen gro&szlig;en Einfluss auf die weitere Entwicklung der Technologie. Es ist jedoch ein historisches Verfahren, das in der heutigen Zeit nicht mehr allgemein verwendet wird.<\/p>\n\n\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die ersten Kameras: 1841<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Fotografen dieser &Auml;ra verwendeten im Allgemeinen selbst entworfene und hergestellte Kameras , wobei sie die von den Optikherstellern hergestellten Objektive f&uuml;r die Fotografie adaptierten.  <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu Beginn der Kamerageschichte begannen optische Unternehmen wie Zeiss, Leitz und andere damit, Objektive speziell f&uuml;r die Fotografie zu entwickeln. Voigtl&auml;nder ging noch einen Schritt weiter und f&uuml;hrte 1841 eine Kamera f&uuml;r Metallplatten ein. <\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"918\" src=\"https:\/\/neu.juergenpubanz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Daguerreotype_camera_replica_of_Voigtlander.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-895\" srcset=\"https:\/\/juergenpubanz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Daguerreotype_camera_replica_of_Voigtlander.jpg 700w, https:\/\/juergenpubanz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Daguerreotype_camera_replica_of_Voigtlander-305x400.jpg 305w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\"><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Foto: Gemeinfrei<br> Daguerreotypie-Kamera von Voigtl&auml;nder (Replik) <\/em><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fotojournalismus: 1848 &ndash; 1865<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neben der wissenschaftlichen Nutzung und der gesamten Kunstproduktion fand die Fotografie auch ihren Weg in die Nachrichten. Die Arbeiterrevolte der Junitage 1848 in Frankreich, der Krimkrieg von 1853 &ndash; 1856 und der US-B&uuml;rgerkrieg von 1861 &ndash; 1865 brachten fotografische Kriegsbilder in die &Ouml;ffentlichkeit.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:23px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"609\" src=\"https:\/\/neu.juergenpubanz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Jungfernstieg_und_Binnenalster_1842.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-896\" srcset=\"https:\/\/juergenpubanz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Jungfernstieg_und_Binnenalster_1842.jpg 700w, https:\/\/juergenpubanz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Jungfernstieg_und_Binnenalster_1842-400x348.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\"><figcaption class=\"wp-element-caption\"> <em>Foto: Hermann Biows, Gemeinfrei<br>Die&nbsp;nach dem&nbsp;Hamburger Brand&nbsp;von 1842 aufgenommene&nbsp;Daguerreotypie&nbsp;gilt als das erste Foto, das ein geschichtlich bedeutendes Ereignis zeigt .<\/em><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schriftliche journalistische Beschreibungen und handgezeichnete oder gemalte Illustrationen wurden durch fotografische Bilder ersetzt. Diese Bilder wurden in &ouml;ffentlichen Ausstellungen gezeigt und in Zeitungen und Zeitschriften ver&ouml;ffentlicht. Es half der Fotografie, einen festen Platz in der modernen Gesellschaft einzunehmen. <\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Bewegte Bilder: 1878 &ndash; 1900<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bewegte Bilder, oder Filme sind ein fester Bestandteil der Zeitachse der Fotografie. Die Frage, wie sich bewegte Motive am besten einfangen lassen, wurde erstmals von Eadweard Muybridge erfolgreich beantwortet. Der Fotograf erhielt den Auftrag die einzelnen Phasen des Bewegungsablaufs eines galoppierenden Pferdes im Bild festzuhalten. Er begr&uuml;ndete damit die&nbsp;Chronofotografie, heute als Hochgeschwindigkeitsfotografie bekannt. <\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:21px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"200\" src=\"https:\/\/neu.juergenpubanz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Muybridge_race_horse_animated.gif\" alt=\"\" class=\"wp-image-899\"><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em> Bildfolge eines galoppierenden Rennpferds: Eadweard Muybridge, Gemeinfrei<\/em><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<div style=\"height:22px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Jahr sp&auml;ter stellte er sein&nbsp;Zoopraxiskop&nbsp;vor, mit dem er die einzelnen Aufnahmen auf einer Leinwand in einem Bewegungsablauf zum Leben erweckte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Fotografie, wie wir sie heute kennen wurde durch das Negativfilmverfahren erst richtig massentauglich. Das Negativfilmverfahren wurde erstmals in den 1880er Jahren von dem britischen Fotografen Frederick Wratten und seinem Gesch&auml;ftspartner Charles H. Wainwright entwickelt. Sie gr&uuml;ndeten die Firma Wratten &amp; Wainwright, die sich auf die Herstellung von fotografischen Materialien spezialisierte, einschlie&szlig;lich Negativfilmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Negativfilmverfahren war eine bedeutende Erfindung, da es die Produktion von Fotografien in gr&ouml;&szlig;erem Ma&szlig;stab erm&ouml;glichte. Durch die Verwendung von Negativfilmen konnten Fotografen mehrere Abz&uuml;ge eines Bildes herstellen, indem sie den Negativfilm belichteten und entwickelten, anstatt jedes Bild einzeln aufzunehmen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:29px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kodak: 1888 <\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurden die Kameras immer weiter verbessert und weiterentwickelt. Im Jahr 1888 brachte Kodak die erste Kamera in Massenproduktion auf den Markt, die Kodak-Kamera, die von George Eastman erfunden wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">George Eastman aus Rochester, New York, hatte eine Idee: Verwende diesen neuen Rollfilm, baue eine einfache, leicht zu bedienende Kamera und vermarkte Sie sie als ein Produkt, das Spa&szlig; macht. In der Geschichte der Fotografie war Eastman ein Meister im Marketing der Fotografie f&uuml;r die breite Masse. <em>&bdquo;Sie dr&uuml;cken den Knopf, wir machen den Rest.&ldquo;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eastman Kodak wurde zu einer treibenden Kraft im weltweiten Boom der Fotografie. Sie f&uuml;hrten viele verschiedene Filmformate ein, sowohl in Rollen- als auch in Bogenform, sowie Kameras f&uuml;r Anf&auml;nger, Enthusiasten und professionelle Fotografen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:28px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">35mm Film und die Leica: 1913<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eines der gebr&auml;uchlicheren Formate des Rollfilms war das 135er Format, auch 35mm genannt. Dieses Format wurde vor allem f&uuml;r Kinofilme verwendet, aber es wurde auch in kleine Kassetten f&uuml;r Miniatur-Fotokameras, wie sie damals genannt wurden, aufgespult.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Filmkameras transportierten 35mm-Film vertikal durch die Kameras, mit einem Bildfeld von 18x24mm. 1913 entwarf Oskar Barnack, ein Ingenieur bei Leitz, einen Prototyp einer Standbildkamera, die den Film horizontal transportierte und ein 24x36mm-Bildrahmen produzierte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt zwar viele Film- und Kameraformate, aber das 35mm-Format wurde zu einem der beliebtesten Formate in der Geschichte der Fotografie.  <\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:29px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"739\" height=\"600\" src=\"https:\/\/neu.juergenpubanz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Ur_Leica.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-907\" srcset=\"https:\/\/juergenpubanz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Ur_Leica.jpg 739w, https:\/\/juergenpubanz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Ur_Leica-400x325.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 739px) 100vw, 739px\"><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Foto: Leica,  <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/2.0\/de\/deed.de\">Creative Commons <\/a><br> Die erste Kleinbildkamera der Welt, die Ur-Leica, von 1914 <\/em><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<div style=\"height:28px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Jahr 1925 wurde die Leica I eingef&uuml;hrt und wurde ein kommerzieller Erfolg. Im Laufe der Zeit wurde das 24x36mm-Format zu einem der am h&auml;ufigsten produzierten und verwendeten Bildformate in der gesamten Fotografie. Dies gilt auch heute noch f&uuml;r Digitalkameras.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Laufe der Zeit wurden Kameras immer weiterentwickelt und es entstanden verschiedene Arten von Kameras, darunter Spiegelreflexkameras. Diese Art von Kamera erm&ouml;glichte es dem Fotografen, durch das <a href=\"https:\/\/juergenpubanz.de\/en\/enzyklopaedie\/objektiv\/\" target=\"_self\" title=\"Mehr als nur das Auge der Kamera Wenn &uuml;ber Kameras gesprochen wird, dreht sich vieles um Sensoren, Megapixel, Autofokus oder Serienbildgeschwindigkeit. Dabei entsteht das Bild schon ein gutes St&uuml;ck vorher: im Objektiv. Das Objektiv sammelt das Licht eines Motivs und&hellip;\" class=\"encyclopedia\">Objektiv<\/a> zu schauen und das Bild direkt zu sehen, bevor es aufgenommen wurde. Dadurch wurde das Fotografieren einfacher und es konnten schnellere Aufnahmen gemacht werden.<\/p>\n\n\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">35mm-SLRs: 1957 und 1959<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1957 f&uuml;hrte Asahi Optical aus Japan, die Pentax, die erste Spiegelreflexkamera mit sofortiger R&uuml;ckspiegelung auf Augenh&ouml;he ein. <\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:32px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"756\" height=\"599\" src=\"https:\/\/neu.juergenpubanz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Asahi_Pentax_1957.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-912\" srcset=\"https:\/\/juergenpubanz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Asahi_Pentax_1957.jpg 756w, https:\/\/juergenpubanz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Asahi_Pentax_1957-400x317.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 756px) 100vw, 756px\"><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Foto:  Wolfgang Thanner, <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/2.0\/de\/deed.de\">Creative Commons<\/a><br> Pentax&acute;s erste Spiegelreflexkamera von 1957<\/em><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<div style=\"height:29px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Jahr 1959 kam die Nikon F auf den Markt, eine Kleinbild-Spiegelreflexkamera im Profi-Bereich mit einem ganzen System von Objektiven, Motorantrieben und anderem Zubeh&ouml;r.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:28px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"688\" src=\"https:\/\/neu.juergenpubanz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Nikon_F_1959.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-914\" srcset=\"https:\/\/juergenpubanz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Nikon_F_1959.jpg 700w, https:\/\/juergenpubanz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Nikon_F_1959-400x393.jpg 400w, https:\/\/juergenpubanz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Nikon_F_1959-75x75.jpg 75w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\"><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Foto:  OppidumNissenae,  <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/2.0\/de\/deed.de\">Creative Commons<\/a> <br> Nikon F von 1959 <\/em><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<div style=\"height:26px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit der Zeit wurden die Kameras immer ausgefeilter und es wurden verschiedene Technologien wie <a href=\"https:\/\/juergenpubanz.de\/en\/enzyklopaedie\/autofokus\/\" target=\"_self\" title=\"Der Autofokus, kurz AF, ist ein System zur automatischen Scharfstellung einer Kamera. Er ermittelt, auf welcher Entfernung sich das ausgew&auml;hlte Motiv befindet, und steuert das Objektiv so, dass dieses m&ouml;glichst scharf auf dem Film oder Bildsensor abgebildet wird. Bei modernen&hellip;\" class=\"encyclopedia\">Autofokus<\/a> und <a href=\"https:\/\/juergenpubanz.de\/en\/enzyklopaedie\/belichtungsmesser\/\" target=\"_self\" title=\"Wie die Kamera das Licht misst Du richtest die Kamera auf eine verschneite Landschaft, &uuml;berl&auml;sst ihr die Belichtung &ndash; und der eigentlich wei&szlig;e Schnee wirkt auf dem Foto pl&ouml;tzlich grau. Bei einem schwarzen Motiv kann genau das Gegenteil passieren: Die&hellip;\" class=\"encyclopedia\">Belichtungsmesser<\/a> eingef&uuml;hrt. Die Kameras wurden kompakter und leichter und es wurden auch verschiedene Formate von Filmen entwickelt, darunter 35mm, Mittelformat und Gro&szlig;format.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den 1990er Jahren wurde die digitale Fotografie eingef&uuml;hrt. Hierbei wird das Bild nicht mehr auf Film, sondern auf einem Sensor aufgenommen und dann auf einer Speicherkarte gespeichert. Das hat den gro&szlig;en Vorteil, dass das Bild sofort angezeigt und bearbeitet werden kann, ohne es entwickeln zu m&uuml;ssen. Au&szlig;erdem k&ouml;nnen viele Bilder auf einer Speicherkarte gespeichert werden, was die Anzahl der Aufnahmen erh&ouml;ht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die digitale Fotografie hat die Art und Weise, wie wir fotografieren, revolutioniert. Es gibt jetzt eine Vielzahl von digitalen Kameras in verschiedenen Gr&ouml;&szlig;en und Formaten. Die Technologie hat sich weiterentwickelt, so dass es jetzt Kameras mit hoher <a href=\"https:\/\/juergenpubanz.de\/en\/enzyklopaedie\/aufloesung\/\" target=\"_self\" title=\"Was Pixel, Megapixel und PPI in der Fotografie wirklich bedeuten. Aufl&ouml;sung geh&ouml;rt zu den Begriffen, die in der Fotografie st&auml;ndig auftauchen. Kameras werden mit 24, 45 oder 60 Megapixeln beworben, beim Drucken begegnen Dir pl&ouml;tzlich 300 ppi und beim Export&hellip;\" class=\"encyclopedia\">Aufl&ouml;sung<\/a> und verschiedenen Objektiven gibt, die speziell f&uuml;r bestimmte Aufgaben entwickelt wurden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Insgesamt hat die Fotografie im Laufe der Jahre viele Entwicklungen durchgemacht und es ist faszinierend zu sehen, wie sich die Technologie im Laufe der Zeit ver&auml;ndert hat. Heute hat sich die Fotografie zu einer weit verbreiteten Kunstform entwickelt, die uns hilft, die Welt um uns herum zu verstehen und zu teilen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:56px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Fotografie ist eine Kunstform, die es uns erm\u00f6glicht, Bilder aufzunehmen und zu bewahren. Im Wesentlichen ist Fotografie die Kunst, mit Hilfe von Licht und Technologie Bilder aufzunehmen. Es ist eine der bedeutendsten Erfindungen in der Geschichte der Menschheit und hat unser Verst\u00e4ndnis von der Welt und uns selbst ma\u00dfgeblich beeinflusst. Die Geschichte der Fotografie begann mit der Camera obscura (Bild oben), die im 11. Jahrhundert von Alhazen entwickelt wurde. Die Camera obscura (lat. f\u00fcr &#8222;dunkle Kammer&#8220;) ist ein optisches Ger\u00e4t, das bereits im 11. Jahrhundert von dem arabischen Gelehrten Alhazen beschrieben wurde. Es besteht aus einer abgedunkelten Kammer oder einem Kasten mit einem winzigen Loch in einer der W\u00e4nde. Wenn Licht durch das Loch in die Kammer f\u00e4llt, entsteht auf der gegen\u00fcberliegenden Wand ein umgedrehtes und seitenverkehrtes Bild der Umgebung au\u00dferhalb der Kammer. Dieses Ph\u00e4nomen beruht auf den Gesetzen der Optik. Die Lichtstrahlen, die durch das Loch eintreten, breiten sich in gerader Linie aus und treffen auf die gegen\u00fcberliegende Wand. Dort entsteht ein verkleinertes Bild der Umgebung, das auf dem Kopf steht und spiegelverkehrt ist. Die Camera obscura wurde in der Renaissance von K\u00fcnstlern und Wissenschaftlern als Hilfsmittel zur Perspektivdarstellung verwendet. Die Projektion des umgedrehten Bildes auf einer Fl\u00e4che im Inneren der Kammer erlaubte es den K\u00fcnstlern, die Perspektive und die Proportionen von Objekten genauer zu erfassen und abzubilden. Im Laufe der Zeit wurde die Camera obscura weiterentwickelt und verfeinert. Die Lochgr\u00f6\u00dfe konnte variiert werden, um die Sch\u00e4rfe des Bildes zu beeinflussen. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts entwarf der beeindruckende K\u00fcnstler, Wissenschaftler und Erfinder Leonardo da Vinci Diagramme und schrieb Anweisungen \u00fcber die Camera Obscura. In diesen Arbeiten schloss er nicht nur Nadell\u00f6cher, sondern auch einfache Glaslinsen ein. Linsen und Optik waren zu dieser Zeit eine relativ neue, aber etablierte Wissenschaft, die von den Astronomen zur Erweiterung unseres Wissens \u00fcber das Universum genutzt wurde. Interessanterweise waren die Astronomen auch eine treibende Kraft hinter dem Aufkommen des Films, was f\u00fcr unsere Geschichte der Fotografie interessant ist. Johannes Kepler, Astronom und allgemein ein kluger Kerl, bekommt den Verdienst, 1604 den Begriff Fotografie f\u00fcr eine Zeichnung mit Licht gepr\u00e4gt zu haben. Er bezog sich auf die Verwendung von Teleskopoptik, um ein Bild auf ein Blatt Papier oder eine Leinwand zu projizieren, um die Sterne zu zeichnen. Im Laufe der Zeit wurde die Camera obscura weiterentwickelt und schlie\u00dflich entstand die Lochkamera, die als erste Vorstufe der modernen Kamera gilt. Eine Lochkamera ist ein kleiner Kasten mit einem winzigen Loch auf der einen Seite und einem lichtempfindlichen Material auf der anderen Seite. Das Licht f\u00e4llt durch das Loch in die Kamera ein und erzeugt ein umgedrehtes Bild auf dem lichtempfindlichen Material. 1826 erfand Joseph Nic\u00e9phore Ni\u00e9pce die Fotografie. Er entwickelte das erste fotographische Verfahren, das er Heliografie nannte. Es handelt sich um das erste bekannte Verfahren zur Erzeugung dauerhafter fotografischer Abbildungen. Der Name Heliografie kommt aus dem Griechischen und bedeutet &#8222;Sonne schreiben&#8220;. Bei der Heliografie wird eine lichtempfindliche Beschichtung auf eine Metallplatte aufgetragen. Diese Beschichtung besteht aus einem Gemisch aus Bitumen, einem \u00f6lartigen Harz, und Lavendel\u00f6l, das als L\u00f6sungsmittel dient. Die beschichtete Platte wird dann in eine Camera obscura eingesetzt und dem Sonnenlicht ausgesetzt. Durch das Loch in der Kamera f\u00e4llt das Licht auf die beschichtete Platte und belichtet sie. Die Belichtungszeit betr\u00e4gt je nach Lichtverh\u00e4ltnissen und Gr\u00f6\u00dfe des Lochs mehrere Stunden bis zu mehreren Tagen. Durch die Einwirkung des Lichts wird das Bitumen auf der Platte hart und dunkel, w\u00e4hrend die unbelichteten Bereiche des Bitumens durch das Lavendel\u00f6l ausgewaschen werden, so dass sie heller bleiben. Nach der Belichtung wird die Platte in Lavendel\u00f6l getaucht, das die unbelichteten Bereiche des Bitumens ausw\u00e4scht und somit ein Bild auf der Platte erzeugt. Das entstandene Bild ist jedoch noch nicht stabil und kann durch weitere Einwirkung von Licht zerst\u00f6rt werden. Um es haltbar zu machen, wird die Platte mit einer Mischung aus Lavendel\u00f6l und Terpentin\u00f6l gewaschen und dann vorsichtig erhitzt, um das Bitumen zu schmelzen und zu fixieren. Die Heliografie war ein wichtiger Schritt in der Geschichte der Fotografie, da sie erstmals die M\u00f6glichkeit bot, dauerhafte fotografische Abbildungen zu erzeugen. Ni\u00e9pces erste Heliografie aus dem Jahr 1826 zeigt den Blick aus dem Fenster seines Arbeitszimmers in Le Gras und ist damit das \u00e4lteste erhaltene Foto der Welt. Ni\u00e9pce arbeitete weiter an seiner Erfindung und schlie\u00dflich gelang es ihm, ein Bild auf eine Zinnplatte zu bannen, die erste Daguerreotypie. Es war nur eines von mehreren Experimenten, aber der Blick aus dem Fenster in Le Gras ist die fr\u00fcheste erhaltene Fotografie. Nic\u00e9phore Ni\u00e9pce benutzte ein Blech, auf dem eine Schicht von Chemikalien aufgebracht war. Obwohl lichtempfindlich, war sie nicht sehr empfindlich. Es dauerte 8 Stunden, um das Bild aufzunehmen. Man kann sehen, wie das Sonnenlicht beide Seiten der Geb\u00e4ude beleuchtet. Louis-Jacques-Mand\u00e9 Daguerre und Ni\u00e9pce arbeiteten zusammen und entwickelten schlie\u00dflich die Daguerreotypie weiter, bis sie 1839 der \u00d6ffentlichkeit vorgestellt wurde. Die Daguerreotypie war ein gro\u00dfer Erfolg und wurde schnell zu einem beliebten Mittel, um Portr\u00e4ts aufzunehmen. In den Jahren nach der Daguerreotypie entwickelte William Henry Fox Talbot das erste Kalotypie-Verfahren, erm\u00f6glichte es, mehrere Kopien von einem negativen Bild herzustellen. Diese Entwicklung war von entscheidender Bedeutung f\u00fcr die weitere Entwicklung der Fotografie. Das Kalotypie-Verfahren basierte auf der Verwendung von lichtempfindlichem Papier, das mit Silbersalzen behandelt wurde. Eine Belichtung des Papiers mit einer Kamera erzeugte eine latente Bildaufzeichnung. Diese latente Aufzeichnung wurde dann durch eine chemische Behandlung sichtbar gemacht, indem das Papier mit einer L\u00f6sung aus Gallo- und Kaliumjodid behandelt und dann mit Silbernitrat fixiert wurde. Das Kalotypie-Verfahren hatte den Vorteil, dass es im Gegensatz zum zuvor entwickelten Daguerreotypie-Verfahren, das nur ein einziges, auf einer Metallplatte aufgezeichnetes Bild erzeugte, eine negative Bildaufzeichnung erzeugte. Dieses Negative konnte verwendet werden, um beliebig viele positive Abz\u00fcge desselben Bildes zu erstellen. Die Kalotypie war ein wichtiger Schritt in der Entwicklung der Fotografie und hatte einen gro\u00dfen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Technologie. Es ist jedoch ein historisches Verfahren, das in der heutigen Zeit nicht mehr allgemein verwendet wird. Die ersten Kameras: 1841 Die Fotografen dieser \u00c4ra verwendeten im Allgemeinen selbst entworfene und hergestellte Kameras , wobei sie die von den Optikherstellern hergestellten Objektive f\u00fcr die Fotografie adaptierten. Zu Beginn der Kamerageschichte begannen optische Unternehmen wie Zeiss, Leitz und andere damit, Objektive speziell f\u00fcr die Fotografie zu entwickeln. Voigtl\u00e4nder ging noch einen Schritt weiter und f\u00fchrte 1841 eine Kamera f\u00fcr Metallplatten ein. Fotojournalismus: 1848 &#8211; 1865 Neben der wissenschaftlichen Nutzung und der gesamten Kunstproduktion fand die Fotografie auch ihren Weg in die Nachrichten. Die Arbeiterrevolte der Junitage 1848 in Frankreich, der Krimkrieg von 1853 &#8211; 1856 und der US-B\u00fcrgerkrieg von 1861 &#8211; 1865 brachten fotografische Kriegsbilder in die \u00d6ffentlichkeit. Schriftliche journalistische Beschreibungen und handgezeichnete oder gemalte Illustrationen wurden durch fotografische Bilder ersetzt. Diese Bilder wurden in \u00f6ffentlichen Ausstellungen gezeigt und in Zeitungen und Zeitschriften ver\u00f6ffentlicht. Es half der Fotografie, einen festen Platz in der modernen Gesellschaft einzunehmen. Bewegte Bilder: 1878 &#8211; 1900 Bewegte Bilder, oder Filme sind ein fester Bestandteil der Zeitachse der Fotografie. Die Frage, wie sich bewegte Motive am besten einfangen lassen, wurde erstmals von Eadweard Muybridge erfolgreich beantwortet. Der Fotograf erhielt den Auftrag die einzelnen Phasen des Bewegungsablaufs eines galoppierenden Pferdes im Bild festzuhalten. Er begr\u00fcndete damit die&nbsp;Chronofotografie, heute als Hochgeschwindigkeitsfotografie bekannt. Ein Jahr sp\u00e4ter stellte er sein&nbsp;Zoopraxiskop&nbsp;vor, mit dem er die einzelnen Aufnahmen auf einer Leinwand in einem Bewegungsablauf zum Leben erweckte. Die Fotografie, wie wir sie heute kennen wurde durch das Negativfilmverfahren erst richtig massentauglich. Das Negativfilmverfahren wurde erstmals in den 1880er Jahren von dem britischen Fotografen Frederick Wratten und seinem Gesch\u00e4ftspartner Charles H. Wainwright entwickelt. Sie gr\u00fcndeten die Firma Wratten &amp; Wainwright, die sich auf die Herstellung von fotografischen Materialien spezialisierte, einschlie\u00dflich Negativfilmen. Das Negativfilmverfahren war eine bedeutende Erfindung, da es die Produktion von Fotografien in gr\u00f6\u00dferem Ma\u00dfstab erm\u00f6glichte. Durch die Verwendung von Negativfilmen konnten Fotografen mehrere Abz\u00fcge eines Bildes herstellen, indem sie den Negativfilm belichteten und entwickelten, anstatt jedes Bild einzeln aufzunehmen. Kodak: 1888 Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurden die Kameras immer weiter verbessert und weiterentwickelt. Im Jahr 1888 brachte Kodak die erste Kamera in Massenproduktion auf den Markt, die Kodak-Kamera, die von George Eastman erfunden wurde. George Eastman aus Rochester, New York, hatte eine Idee: Verwende diesen neuen Rollfilm, baue eine einfache, leicht zu bedienende Kamera und vermarkte Sie sie als ein Produkt, das Spa\u00df macht. In der Geschichte der Fotografie war Eastman ein Meister im Marketing der Fotografie f\u00fcr die breite Masse. &#8222;Sie dr\u00fccken den Knopf, wir machen den Rest.&#8220; Eastman Kodak wurde zu einer treibenden Kraft im weltweiten Boom der Fotografie. Sie f\u00fchrten viele verschiedene Filmformate ein, sowohl in Rollen- als auch in Bogenform, sowie Kameras f\u00fcr Anf\u00e4nger, Enthusiasten und professionelle Fotografen. 35mm Film und die Leica: 1913 Eines der gebr\u00e4uchlicheren Formate des Rollfilms war das 135er Format, auch 35mm genannt. Dieses Format wurde vor allem f\u00fcr Kinofilme verwendet, aber es wurde auch in kleine Kassetten f\u00fcr Miniatur-Fotokameras, wie sie damals genannt wurden, aufgespult. Die Filmkameras transportierten 35mm-Film vertikal durch die Kameras, mit einem Bildfeld von 18x24mm. 1913 entwarf Oskar Barnack, ein Ingenieur bei Leitz, einen Prototyp einer Standbildkamera, die den Film horizontal transportierte und ein 24x36mm-Bildrahmen produzierte. Es gibt zwar viele Film- und Kameraformate, aber das 35mm-Format wurde zu einem der beliebtesten Formate in der Geschichte der Fotografie. Im Jahr 1925 wurde die Leica I eingef\u00fchrt und wurde ein kommerzieller Erfolg. Im Laufe der Zeit wurde das 24x36mm-Format zu einem der am h\u00e4ufigsten produzierten und verwendeten Bildformate in der gesamten Fotografie. Dies gilt auch heute noch f\u00fcr Digitalkameras. Im Laufe der Zeit wurden Kameras immer weiterentwickelt und es entstanden verschiedene Arten von Kameras, darunter Spiegelreflexkameras. Diese Art von Kamera erm\u00f6glichte es dem Fotografen, durch das Objektiv zu schauen und das Bild direkt zu sehen, bevor es aufgenommen wurde. Dadurch wurde das Fotografieren einfacher und es konnten schnellere Aufnahmen gemacht werden. 35mm-SLRs: 1957 und 1959 1957 f\u00fchrte Asahi Optical aus Japan, die Pentax, die erste Spiegelreflexkamera mit sofortiger R\u00fcckspiegelung auf Augenh\u00f6he ein. Im Jahr 1959 kam die Nikon F auf den Markt, eine Kleinbild-Spiegelreflexkamera im Profi-Bereich mit einem ganzen System von Objektiven, Motorantrieben und anderem Zubeh\u00f6r. Mit der Zeit wurden die Kameras immer ausgefeilter und es wurden verschiedene Technologien wie Autofokus und Belichtungsmesser eingef\u00fchrt. Die Kameras wurden kompakter und leichter und es wurden auch verschiedene Formate von Filmen entwickelt, darunter 35mm, Mittelformat und Gro\u00dfformat. In den 1990er Jahren wurde die digitale Fotografie eingef\u00fchrt. Hierbei wird das Bild nicht mehr auf Film, sondern auf einem Sensor aufgenommen und dann auf einer Speicherkarte gespeichert. 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