{"id":11142,"date":"2026-07-25T17:22:52","date_gmt":"2026-07-25T15:22:52","guid":{"rendered":"https:\/\/juergenpubanz.de\/?p=11142"},"modified":"2026-07-27T20:40:00","modified_gmt":"2026-07-27T18:40:00","slug":"jpeg-rezepte-bei-canon-so-entstehen-eigene-bildlooks","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/juergenpubanz.de\/en\/jpeg-rezepte-bei-canon-so-entstehen-eigene-bildlooks\/","title":{"rendered":"JPEG-Rezepte bei Canon: So entstehen eigene Bildlooks"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer sich mit Fujifilm-Kameras besch\u00e4ftigt, begegnet fr\u00fcher oder sp\u00e4ter sogenannten Filmrezepten. Damit lassen sich Farben, Kontrast und Tonwerte so abstimmen, dass bereits in der Kamera ein JPEG mit einem bestimmten Charakter entsteht. Weniger bekannt ist, dass eigene <strong>JPEG-Rezepte auch bei Canon m\u00f6glich<\/strong> sind. Canon nennt sie allerdings nicht Rezepte, sondern \u201ePicture Styles\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die M\u00f6glichkeiten sind etwas anders aufgebaut und teilweise eingeschr\u00e4nkter als bei Fujifilm. Daf\u00fcr bietet Canon mit dem Picture Style Editor ein leistungsf\u00e4higes Werkzeug, mit dem sich eigene Bildlooks entwickeln, auf die Kamera \u00fcbertragen und sogar als Datei weitergeben lassen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was ist ein JPEG-Rezept?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein JPEG-Rezept ist zun\u00e4chst nichts anderes als eine festgelegte Kombination verschiedener Einstellungen f\u00fcr die kamerainterne Bildverarbeitung. Es beeinflusst nicht die Belichtung, sondern die Art, wie die Kamera aus den Sensordaten ein fertiges JPEG erzeugt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dazu geh\u00f6ren unter anderem:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Kontrast und Tonwertwiedergabe<\/li>\n\n\n\n<li>Farbs\u00e4ttigung und Farbton<\/li>\n\n\n\n<li>Sch\u00e4rfung<\/li>\n\n\n\n<li>Wei\u00dfabgleich<\/li>\n\n\n\n<li>je nach Kamera weitere Farbeffekte und Korrekturen<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Vorteil liegt auf der Hand: Wer einen passenden Bildlook gefunden hat, kann JPEGs erzeugen, die bereits direkt aus der Kamera dem eigenen Geschmack entsprechen. Das spart Zeit bei der Bildbearbeitung und kann gleichzeitig dazu anregen, sich schon bei der Aufnahme bewusster mit Farben, Licht und Bildwirkung zu besch\u00e4ftigen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das RAW bleibt davon unber\u00fchrt. Wer RAW und JPEG parallel aufnimmt, erh\u00e4lt das fertige JPEG-Rezept und beh\u00e4lt zugleich alle M\u00f6glichkeiten f\u00fcr eine sp\u00e4tere Bearbeitung.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fujifilm hat JPEG-Rezepte bekannt gemacht<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders popul\u00e4r wurden solche Rezepte durch Fujifilm. Bei einer Kamera wie der Fujifilm X100VI kann eine benutzerdefinierte Einstellung beispielsweise aus einer Filmsimulation, angepassten Lichtern und Schatten, Farbs\u00e4ttigung, Sch\u00e4rfe, Klarheit, K\u00f6rnung sowie einer Wei\u00dfabgleichverschiebung bestehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mehrere dieser Kombinationen lassen sich in der Kamera speichern und mit einem eigenen Namen versehen. Im Internet gibt es inzwischen umfangreiche Sammlungen, in denen Looks wie Kodak Portra, Kodachrome, klassische Schwarzwei\u00dffilme oder ganz eigenst\u00e4ndige Farbgestaltungen nachgebildet werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei handelt es sich allerdings nicht um eine exakte digitale Kopie eines bestimmten Films. Ein Rezept ist vielmehr eine Interpretation seines Farb- und Kontrastcharakters. Auch Motiv, Licht, Belichtung und Sensor beeinflussen das Ergebnis.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fujifilm-Rezepte werden normalerweise als Liste der ben\u00f6tigten Einstellungen geteilt und anschlie\u00dfend von Hand in die Kamera eingetragen. Eine bekannte Anlaufstelle daf\u00fcr ist die Sammlung von <a href=\"https:\/\/fujixweekly.com\/recipes\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>Fuji X Weekly<\/strong><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">JPEG-Rezepte sind auch bei Canon m\u00f6glich<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Canon verwendet f\u00fcr die kamerainterne Bildcharakteristik sogenannte Picture Styles. Zu den vorinstallierten Varianten geh\u00f6ren beispielsweise:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Standard<\/li>\n\n\n\n<li>Portr\u00e4t<\/li>\n\n\n\n<li>Landschaft<\/li>\n\n\n\n<li>Neutral<\/li>\n\n\n\n<li>Nat\u00fcrlich<\/li>\n\n\n\n<li>Monochrom<\/li>\n\n\n\n<li>Feindetail<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Picture Styles sind keine blo\u00dfen Filter. Sie bestimmen, wie die Kamera Farben, Kontrast und Sch\u00e4rfe bei der Erzeugung eines JPEGs verarbeitet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei vielen Canon-EOS-Kameras k\u00f6nnen drei zus\u00e4tzliche Varianten unter <strong>Anw. Def. 1<\/strong>, <strong>Anw. Def. 2<\/strong> und <strong>Anw. Def. 3<\/strong> gespeichert werden. Je nach Kameramodell f\u00fchrt der Weg ungef\u00e4hr \u00fcber:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Aufnahmemen\u00fc \u2192 Picture Style \u2192 Anw. Def. 1\u20133<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dort wird zun\u00e4chst ein vorhandener Picture Style als Grundlage gew\u00e4hlt. Anschlie\u00dfend lassen sich \u00fcblicherweise Sch\u00e4rfe, Kontrast, Farbs\u00e4ttigung und Farbton ver\u00e4ndern. Bei neueren Kameras kann die Sch\u00e4rfung zus\u00e4tzlich \u00fcber St\u00e4rke, Feinheit und Schwelle angepasst werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit l\u00e4sst sich bereits in der Kamera ein einfaches Canon-JPEG-Rezept erstellen. Die M\u00f6glichkeiten reichen jedoch noch weiter.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Eigene Looks mit dem Canon Picture Style Editor<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das wichtigste Hilfsmittel ist der kostenlose <strong>Canon Picture Style Editor<\/strong> f\u00fcr Windows und macOS. Mit dieser Software k\u00f6nnen eigene Picture Styles auf Grundlage eines Canon-RAW-Bildes entwickelt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Picture Style Editor erm\u00f6glicht unter anderem:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Anpassung von Sch\u00e4rfe, Kontrast, S\u00e4ttigung und Farbton<\/li>\n\n\n\n<li>Bearbeitung der RGB-Gradationskurve<\/li>\n\n\n\n<li>gezielte Ver\u00e4nderung bestimmter Farbbereiche<\/li>\n\n\n\n<li>Anpassung von Farbton, S\u00e4ttigung und Helligkeit einzelner Farben<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit l\u00e4sst sich beispielsweise Gr\u00fcn zur\u00fcckhaltender darstellen, Blau in eine andere Richtung verschieben oder die Wiedergabe von Hautt\u00f6nen gezielt beeinflussen. Das geht deutlich weiter als die einfachen Regler im Kameramen\u00fc.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Canon stellt den <strong><a href=\"https:\/\/www.canon-europe.com\/support\/consumer_products\/software\/picture-style-editor.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Picture Style Editor<\/a><\/strong> kostenlos zur Verf\u00fcgung. Welche Programmversion ben\u00f6tigt wird, h\u00e4ngt vom verwendeten Kameramodell und Betriebssystem ab.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">So erstellst du ein Canon-JPEG-Rezept<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am Anfang sollte ein geeignetes Referenzbild stehen. Ideal ist eine RAW-Aufnahme, die verschiedene Farben sowie helle und dunkle Bildbereiche enth\u00e4lt. F\u00fcr einen Landschaftslook w\u00e4ren beispielsweise Himmel, Gr\u00fcn, Erde und einige neutrale Fl\u00e4chen hilfreich. Bei einem Portr\u00e4tlook sollten auch Hautt\u00f6ne im Referenzbild vorhanden sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das RAW-Bild wird im Picture Style Editor ge\u00f6ffnet. Anschlie\u00dfend w\u00e4hlst du einen bestehenden Picture Style als Ausgangspunkt. \u201eNeutral\u201c oder \u201eNat\u00fcrlich\u201c bieten sich h\u00e4ufig an, weil sie eine vergleichsweise zur\u00fcckhaltende Grundlage liefern. Es kann aber ebenso sinnvoll sein, \u201eStandard\u201c, \u201ePortr\u00e4t\u201c oder \u201eFeindetail\u201c zu verwenden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Danach werden Kontrast, S\u00e4ttigung, Sch\u00e4rfung und Farbton angepasst. \u00dcber die Gradationskurve l\u00e4sst sich zus\u00e4tzlich bestimmen, wie hell oder dunkel bestimmte Tonwertbereiche dargestellt werden. Mit den selektiven Farbwerkzeugen k\u00f6nnen einzelne Farben ver\u00e4ndert werden, ohne die gesamte Farbwiedergabe gleicherma\u00dfen zu beeinflussen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei empfiehlt es sich, zun\u00e4chst behutsam vorzugehen. Sehr starke Ver\u00e4nderungen wirken auf einem einzelnen Bild vielleicht interessant, k\u00f6nnen bei anderen Motiven aber schnell unnat\u00fcrlich aussehen. Ein brauchbares Rezept sollte deshalb mit mehreren Aufnahmen und unterschiedlichen Lichtsituationen gepr\u00fcft werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der fertige Picture Style wird als Datei mit der Endung <code><strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-black-color\">.PF2<\/mark><\/strong><\/code> oder<mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-black-color\"> <code><strong>.PF3<\/strong><\/code> <\/mark>gespeichert. Das heute wichtigere Format ist in der Regel <code>.PF3<\/code>.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Den Picture Style auf die Canon-Kamera \u00fcbertragen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum \u00dcbertragen wird die kostenlose Software <strong>Canon EOS Utility<\/strong> ben\u00f6tigt. Die Kamera wird \u00fcber USB oder \u2013 abh\u00e4ngig vom Modell \u2013 \u00fcber eine unterst\u00fctzte Netzwerkverbindung mit dem Computer verbunden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In EOS Utility l\u00e4sst sich die gespeicherte Picture-Style-Datei ausw\u00e4hlen und einem der drei benutzerdefinierten Pl\u00e4tze zuweisen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Anw. Def. 1<\/li>\n\n\n\n<li>Anw. Def. 2<\/li>\n\n\n\n<li>Anw. Def. 3<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Canon beschreibt diesen Weg in der offiziellen Anleitung zur <a href=\"https:\/\/cam.start.canon\/de\/S003\/manual\/html\/UG-02_CameraSetting_0020.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>Registrierung eigener Picture Styles mit EOS Utility<\/strong><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach der \u00dcbertragung kann der neue Stil wie jeder andere Picture Style in der Kamera ausgew\u00e4hlt werden. Er wird auf neu aufgenommene JPEGs angewendet und beeinflusst au\u00dferdem die JPEG-Vorschau, die in einer RAW-Datei eingebettet ist.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Den Picture Style zun\u00e4chst in DPP ausprobieren<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bevor ein neuer Look dauerhaft auf die Kamera \u00fcbertragen wird, kann er in <strong><a href=\"https:\/\/www.canon.de\/support\/consumer_products\/software\/digital-photo-professional.html?softwareid=tcm:83-1328049&amp;os=all\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Canon Digital Photo Professional<\/a><\/strong>, kurz DPP, getestet werden. Die Software geh\u00f6rt ebenfalls zum kostenlosen Canon-Softwarepaket.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">DPP kann eine <code>.PF2<\/code>&#8211; oder <code>.PF3<\/code>-Datei auf eine Canon-RAW-Aufnahme anwenden. Dadurch l\u00e4sst sich der Picture Style mit verschiedenen Bildern ausprobieren. Gleichzeitig kann kontrolliert werden, wie er sich bei Tageslicht, Kunstlicht, kr\u00e4ftigen Farben oder hohen Kontrasten verh\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das ist ein sinnvoller Zwischenschritt. Ein Look, der bei einem sonnigen Landschaftsbild gut funktioniert, muss bei einem Portr\u00e4t oder einer Nachtaufnahme nicht automatisch \u00fcberzeugen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was geh\u00f6rt zus\u00e4tzlich zum Canon-Rezept?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Canon Picture Style enth\u00e4lt nicht alle Einstellungen, die f\u00fcr die Wirkung eines JPEGs verantwortlich sind. Vor allem der Wei\u00dfabgleich und eine eventuelle Wei\u00dfabgleichverschiebung werden nicht in der <code>.PF3<\/code>-Datei gespeichert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein vollst\u00e4ndiges Canon-JPEG-Rezept sollte deshalb zus\u00e4tzlich folgende Angaben enthalten:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>verwendeter Picture Style beziehungsweise <code>.PF3<\/code>-Datei<\/li>\n\n\n\n<li>empfohlener Wei\u00dfabgleich<\/li>\n\n\n\n<li>Wei\u00dfabgleichkorrektur<\/li>\n\n\n\n<li>Auto Lighting Optimizer<\/li>\n\n\n\n<li>Rauschreduzierung<\/li>\n\n\n\n<li>gegebenenfalls Tonwertpriorit\u00e4t<\/li>\n\n\n\n<li>besondere Hinweise zur Belichtung<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Einstellungen m\u00fcssen je nach Kamera separat vorgenommen werden. Wer den Look ausschlie\u00dflich f\u00fcr die eigene Kamera verwendet, kann eine umfassendere Kombination bei geeigneten Modellen zus\u00e4tzlich unter einem der Aufnahmeprogramme C1, C2 oder C3 speichern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese benutzerdefinierten Aufnahmemodi k\u00f6nnen allerdings auch Belichtung, Autofokus und weitere Aufnahmeparameter enthalten. Sie sind daher eher f\u00fcr den pers\u00f6nlichen Arbeitsablauf als zum Teilen eines reinen JPEG-Rezeptes geeignet.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Canon-JPEG-Rezepte lassen sich als Datei teilen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beim Weitergeben besitzt Canon sogar einen interessanten Vorteil gegen\u00fcber Fujifilm: Der eigentliche Picture Style kann als <code>.PF3<\/code>-Datei angeboten und direkt auf eine kompatible Kamera \u00fcbertragen werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu einem geteilten Canon-Rezept sollten geh\u00f6ren:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>die Picture-Style-Datei<\/li>\n\n\n\n<li>eine kurze Installationsanleitung<\/li>\n\n\n\n<li>das verwendete Kameramodell<\/li>\n\n\n\n<li>empfohlene zus\u00e4tzliche Einstellungen<\/li>\n\n\n\n<li>mehrere unbearbeitete Beispiel-JPEGs<\/li>\n\n\n\n<li>ein Hinweis auf m\u00f6gliche Kompatibilit\u00e4tsprobleme<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nicht jede Canon-Kamera unterst\u00fctzt jeden Picture Style vollst\u00e4ndig. Ein Stil, der auf \u201eFeindetail\u201c basiert oder neuere Sch\u00e4rfungsparameter verwendet, l\u00e4sst sich m\u00f6glicherweise nicht auf eine \u00e4ltere Kamera \u00fcbertragen. Au\u00dferdem kann ein Look auf verschiedenen Sensoren und Kameragenerationen etwas anders wirken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch die Bezeichnung \u201eFilmrezept\u201c sollte mit Bedacht verwendet werden. Selbst wenn ein Picture Style an einen analogen Film erinnern soll, entsteht keine exakte Nachbildung. Das Ergebnis bleibt eine digitale Interpretation.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wo liegen die Grenzen gegen\u00fcber Fujifilm?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fujifilm hat seine Filmsimulationen und benutzerdefinierten Einstellungen sehr eng miteinander verbunden. Viele Parameter k\u00f6nnen gemeinsam in einem Rezept gespeichert und direkt in der Kamera gewechselt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei Canon besteht ein vergleichbarer Look aus mehreren Teilen. Der Picture Style enth\u00e4lt die eigentliche Farb- und Kontrastgestaltung. Wei\u00dfabgleich, Rauschreduzierung und weitere Einstellungen kommen separat hinzu. Au\u00dferdem stehen in der Kamera normalerweise nur drei Pl\u00e4tze f\u00fcr eigene Picture Styles zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Daf\u00fcr erm\u00f6glicht der Picture Style Editor eine sehr genaue Bearbeitung einzelner Farben. Ein selbst erstellter Canon-Look kann dadurch st\u00e4rker auf pers\u00f6nliche Anforderungen zugeschnitten werden als es die wenigen Regler im Kameramen\u00fc zun\u00e4chst vermuten lassen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Mein Fazit: mehr als nur eine Fujifilm-Idee<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">JPEG-Rezepte sind nicht ausschlie\u00dflich Fujifilm vorbehalten. Auch mit einer Canon-Kamera lassen sich eigene Bildlooks erstellen und direkt bei der Aufnahme auf JPEGs anwenden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Weg ist bei Canon etwas technischer: Zun\u00e4chst wird ein Picture Style im Picture Style Editor entwickelt, anschlie\u00dfend mit EOS Utility auf die Kamera \u00fcbertragen und bei Bedarf um Wei\u00dfabgleich und weitere JPEG-Einstellungen erg\u00e4nzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer \u00fcberwiegend RAW fotografiert und jedes Bild individuell bearbeitet, wird darin m\u00f6glicherweise keinen gro\u00dfen Vorteil sehen. Wer dagegen gerne mit fertigen JPEGs arbeitet oder einen wiedererkennbaren Ausgangslook sucht, findet bei Canon ein erstaunlich vielseitiges Werkzeug.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders interessant ist die M\u00f6glichkeit, selbst entwickelte Picture Styles als <code>.PF3<\/code>-Dateien zu teilen. Damit k\u00f6nnte neben den bekannten Fujifilm-Rezepten auch eine kleine Sammlung eigener Canon-JPEG-Rezepte entstehen \u2013 nicht als Ersatz f\u00fcr eine bewusste Bildgestaltung, sondern als weiteres Werkzeug f\u00fcr den pers\u00f6nlichen fotografischen Ausdruck.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer sich mit Fujifilm-Kameras besch\u00e4ftigt, begegnet fr\u00fcher oder sp\u00e4ter sogenannten Filmrezepten. Damit lassen sich Farben, Kontrast und Tonwerte so abstimmen, dass bereits in der Kamera ein JPEG mit einem bestimmten Charakter entsteht. Weniger bekannt ist, dass eigene JPEG-Rezepte auch bei Canon m\u00f6glich sind. Canon nennt sie allerdings nicht Rezepte, sondern \u201ePicture Styles\u201c. Die M\u00f6glichkeiten sind etwas anders aufgebaut und teilweise eingeschr\u00e4nkter als bei Fujifilm. Daf\u00fcr bietet Canon mit dem Picture Style Editor ein leistungsf\u00e4higes Werkzeug, mit dem sich eigene Bildlooks entwickeln, auf die Kamera \u00fcbertragen und sogar als Datei weitergeben lassen. Was ist ein JPEG-Rezept? Ein JPEG-Rezept ist zun\u00e4chst nichts anderes als eine festgelegte Kombination verschiedener Einstellungen f\u00fcr die kamerainterne Bildverarbeitung. Es beeinflusst nicht die Belichtung, sondern die Art, wie die Kamera aus den Sensordaten ein fertiges JPEG erzeugt. Dazu geh\u00f6ren unter anderem: Der Vorteil liegt auf der Hand: Wer einen passenden Bildlook gefunden hat, kann JPEGs erzeugen, die bereits direkt aus der Kamera dem eigenen Geschmack entsprechen. Das spart Zeit bei der Bildbearbeitung und kann gleichzeitig dazu anregen, sich schon bei der Aufnahme bewusster mit Farben, Licht und Bildwirkung zu besch\u00e4ftigen. Das RAW bleibt davon unber\u00fchrt. Wer RAW und JPEG parallel aufnimmt, erh\u00e4lt das fertige JPEG-Rezept und beh\u00e4lt zugleich alle M\u00f6glichkeiten f\u00fcr eine sp\u00e4tere Bearbeitung. Fujifilm hat JPEG-Rezepte bekannt gemacht Besonders popul\u00e4r wurden solche Rezepte durch Fujifilm. Bei einer Kamera wie der Fujifilm X100VI kann eine benutzerdefinierte Einstellung beispielsweise aus einer Filmsimulation, angepassten Lichtern und Schatten, Farbs\u00e4ttigung, Sch\u00e4rfe, Klarheit, K\u00f6rnung sowie einer Wei\u00dfabgleichverschiebung bestehen. Mehrere dieser Kombinationen lassen sich in der Kamera speichern und mit einem eigenen Namen versehen. Im Internet gibt es inzwischen umfangreiche Sammlungen, in denen Looks wie Kodak Portra, Kodachrome, klassische Schwarzwei\u00dffilme oder ganz eigenst\u00e4ndige Farbgestaltungen nachgebildet werden. Dabei handelt es sich allerdings nicht um eine exakte digitale Kopie eines bestimmten Films. Ein Rezept ist vielmehr eine Interpretation seines Farb- und Kontrastcharakters. Auch Motiv, Licht, Belichtung und Sensor beeinflussen das Ergebnis. Fujifilm-Rezepte werden normalerweise als Liste der ben\u00f6tigten Einstellungen geteilt und anschlie\u00dfend von Hand in die Kamera eingetragen. Eine bekannte Anlaufstelle daf\u00fcr ist die Sammlung von Fuji X Weekly. JPEG-Rezepte sind auch bei Canon m\u00f6glich Canon verwendet f\u00fcr die kamerainterne Bildcharakteristik sogenannte Picture Styles. Zu den vorinstallierten Varianten geh\u00f6ren beispielsweise: Diese Picture Styles sind keine blo\u00dfen Filter. Sie bestimmen, wie die Kamera Farben, Kontrast und Sch\u00e4rfe bei der Erzeugung eines JPEGs verarbeitet. Bei vielen Canon-EOS-Kameras k\u00f6nnen drei zus\u00e4tzliche Varianten unter Anw. Def. 1, Anw. Def. 2 und Anw. Def. 3 gespeichert werden. Je nach Kameramodell f\u00fchrt der Weg ungef\u00e4hr \u00fcber: Aufnahmemen\u00fc \u2192 Picture Style \u2192 Anw. Def. 1\u20133 Dort wird zun\u00e4chst ein vorhandener Picture Style als Grundlage gew\u00e4hlt. Anschlie\u00dfend lassen sich \u00fcblicherweise Sch\u00e4rfe, Kontrast, Farbs\u00e4ttigung und Farbton ver\u00e4ndern. Bei neueren Kameras kann die Sch\u00e4rfung zus\u00e4tzlich \u00fcber St\u00e4rke, Feinheit und Schwelle angepasst werden. Damit l\u00e4sst sich bereits in der Kamera ein einfaches Canon-JPEG-Rezept erstellen. Die M\u00f6glichkeiten reichen jedoch noch weiter. Eigene Looks mit dem Canon Picture Style Editor Das wichtigste Hilfsmittel ist der kostenlose Canon Picture Style Editor f\u00fcr Windows und macOS. Mit dieser Software k\u00f6nnen eigene Picture Styles auf Grundlage eines Canon-RAW-Bildes entwickelt werden. Der Picture Style Editor erm\u00f6glicht unter anderem: Damit l\u00e4sst sich beispielsweise Gr\u00fcn zur\u00fcckhaltender darstellen, Blau in eine andere Richtung verschieben oder die Wiedergabe von Hautt\u00f6nen gezielt beeinflussen. Das geht deutlich weiter als die einfachen Regler im Kameramen\u00fc. Canon stellt den Picture Style Editor kostenlos zur Verf\u00fcgung. Welche Programmversion ben\u00f6tigt wird, h\u00e4ngt vom verwendeten Kameramodell und Betriebssystem ab. So erstellst du ein Canon-JPEG-Rezept Am Anfang sollte ein geeignetes Referenzbild stehen. Ideal ist eine RAW-Aufnahme, die verschiedene Farben sowie helle und dunkle Bildbereiche enth\u00e4lt. F\u00fcr einen Landschaftslook w\u00e4ren beispielsweise Himmel, Gr\u00fcn, Erde und einige neutrale Fl\u00e4chen hilfreich. Bei einem Portr\u00e4tlook sollten auch Hautt\u00f6ne im Referenzbild vorhanden sein. Das RAW-Bild wird im Picture Style Editor ge\u00f6ffnet. Anschlie\u00dfend w\u00e4hlst du einen bestehenden Picture Style als Ausgangspunkt. \u201eNeutral\u201c oder \u201eNat\u00fcrlich\u201c bieten sich h\u00e4ufig an, weil sie eine vergleichsweise zur\u00fcckhaltende Grundlage liefern. Es kann aber ebenso sinnvoll sein, \u201eStandard\u201c, \u201ePortr\u00e4t\u201c oder \u201eFeindetail\u201c zu verwenden. Danach werden Kontrast, S\u00e4ttigung, Sch\u00e4rfung und Farbton angepasst. \u00dcber die Gradationskurve l\u00e4sst sich zus\u00e4tzlich bestimmen, wie hell oder dunkel bestimmte Tonwertbereiche dargestellt werden. Mit den selektiven Farbwerkzeugen k\u00f6nnen einzelne Farben ver\u00e4ndert werden, ohne die gesamte Farbwiedergabe gleicherma\u00dfen zu beeinflussen. Dabei empfiehlt es sich, zun\u00e4chst behutsam vorzugehen. Sehr starke Ver\u00e4nderungen wirken auf einem einzelnen Bild vielleicht interessant, k\u00f6nnen bei anderen Motiven aber schnell unnat\u00fcrlich aussehen. Ein brauchbares Rezept sollte deshalb mit mehreren Aufnahmen und unterschiedlichen Lichtsituationen gepr\u00fcft werden. Der fertige Picture Style wird als Datei mit der Endung .PF2 oder .PF3 gespeichert. Das heute wichtigere Format ist in der Regel .PF3. Den Picture Style auf die Canon-Kamera \u00fcbertragen Zum \u00dcbertragen wird die kostenlose Software Canon EOS Utility ben\u00f6tigt. Die Kamera wird \u00fcber USB oder \u2013 abh\u00e4ngig vom Modell \u2013 \u00fcber eine unterst\u00fctzte Netzwerkverbindung mit dem Computer verbunden. In EOS Utility l\u00e4sst sich die gespeicherte Picture-Style-Datei ausw\u00e4hlen und einem der drei benutzerdefinierten Pl\u00e4tze zuweisen: Canon beschreibt diesen Weg in der offiziellen Anleitung zur Registrierung eigener Picture Styles mit EOS Utility. Nach der \u00dcbertragung kann der neue Stil wie jeder andere Picture Style in der Kamera ausgew\u00e4hlt werden. Er wird auf neu aufgenommene JPEGs angewendet und beeinflusst au\u00dferdem die JPEG-Vorschau, die in einer RAW-Datei eingebettet ist. Den Picture Style zun\u00e4chst in DPP ausprobieren Bevor ein neuer Look dauerhaft auf die Kamera \u00fcbertragen wird, kann er in Canon Digital Photo Professional, kurz DPP, getestet werden. Die Software geh\u00f6rt ebenfalls zum kostenlosen Canon-Softwarepaket. DPP kann eine .PF2&#8211; oder .PF3-Datei auf eine Canon-RAW-Aufnahme anwenden. Dadurch l\u00e4sst sich der Picture Style mit verschiedenen Bildern ausprobieren. Gleichzeitig kann kontrolliert werden, wie er sich bei Tageslicht, Kunstlicht, kr\u00e4ftigen Farben oder hohen Kontrasten verh\u00e4lt. Das ist ein sinnvoller Zwischenschritt. Ein Look, der bei einem sonnigen Landschaftsbild gut funktioniert, muss bei einem Portr\u00e4t oder einer Nachtaufnahme nicht automatisch \u00fcberzeugen. Was geh\u00f6rt zus\u00e4tzlich zum Canon-Rezept? Ein Canon Picture Style enth\u00e4lt nicht alle Einstellungen, die f\u00fcr die Wirkung eines JPEGs verantwortlich sind. Vor allem der Wei\u00dfabgleich und eine eventuelle Wei\u00dfabgleichverschiebung werden nicht in der .PF3-Datei gespeichert. Ein vollst\u00e4ndiges Canon-JPEG-Rezept sollte deshalb zus\u00e4tzlich folgende Angaben enthalten: Diese Einstellungen m\u00fcssen je nach Kamera separat vorgenommen werden. Wer den Look ausschlie\u00dflich f\u00fcr die eigene Kamera verwendet, kann eine umfassendere Kombination bei geeigneten Modellen zus\u00e4tzlich unter einem der Aufnahmeprogramme C1, C2 oder C3 speichern. Diese benutzerdefinierten Aufnahmemodi k\u00f6nnen allerdings auch Belichtung, Autofokus und weitere Aufnahmeparameter enthalten. Sie sind daher eher f\u00fcr den pers\u00f6nlichen Arbeitsablauf als zum Teilen eines reinen JPEG-Rezeptes geeignet. Canon-JPEG-Rezepte lassen sich als Datei teilen Beim Weitergeben besitzt Canon sogar einen interessanten Vorteil gegen\u00fcber Fujifilm: Der eigentliche Picture Style kann als .PF3-Datei angeboten und direkt auf eine kompatible Kamera \u00fcbertragen werden. Zu einem geteilten Canon-Rezept sollten geh\u00f6ren: Nicht jede Canon-Kamera unterst\u00fctzt jeden Picture Style vollst\u00e4ndig. Ein Stil, der auf \u201eFeindetail\u201c basiert oder neuere Sch\u00e4rfungsparameter verwendet, l\u00e4sst sich m\u00f6glicherweise nicht auf eine \u00e4ltere Kamera \u00fcbertragen. Au\u00dferdem kann ein Look auf verschiedenen Sensoren und Kameragenerationen etwas anders wirken. Auch die Bezeichnung \u201eFilmrezept\u201c sollte mit Bedacht verwendet werden. Selbst wenn ein Picture Style an einen analogen Film erinnern soll, entsteht keine exakte Nachbildung. Das Ergebnis bleibt eine digitale Interpretation. Wo liegen die Grenzen gegen\u00fcber Fujifilm? Fujifilm hat seine Filmsimulationen und benutzerdefinierten Einstellungen sehr eng miteinander verbunden. Viele Parameter k\u00f6nnen gemeinsam in einem Rezept gespeichert und direkt in der Kamera gewechselt werden. Bei Canon besteht ein vergleichbarer Look aus mehreren Teilen. Der Picture Style enth\u00e4lt die eigentliche Farb- und Kontrastgestaltung. Wei\u00dfabgleich, Rauschreduzierung und weitere Einstellungen kommen separat hinzu. Au\u00dferdem stehen in der Kamera normalerweise nur drei Pl\u00e4tze f\u00fcr eigene Picture Styles zur Verf\u00fcgung. Daf\u00fcr erm\u00f6glicht der Picture Style Editor eine sehr genaue Bearbeitung einzelner Farben. Ein selbst erstellter Canon-Look kann dadurch st\u00e4rker auf pers\u00f6nliche Anforderungen zugeschnitten werden als es die wenigen Regler im Kameramen\u00fc zun\u00e4chst vermuten lassen. Mein Fazit: mehr als nur eine Fujifilm-Idee JPEG-Rezepte sind nicht ausschlie\u00dflich Fujifilm vorbehalten. Auch mit einer Canon-Kamera lassen sich eigene Bildlooks erstellen und direkt bei der Aufnahme auf JPEGs anwenden. Der Weg ist bei Canon etwas technischer: Zun\u00e4chst wird ein Picture Style im Picture Style Editor entwickelt, anschlie\u00dfend mit EOS Utility auf die Kamera \u00fcbertragen und bei Bedarf um Wei\u00dfabgleich und weitere JPEG-Einstellungen erg\u00e4nzt. Wer \u00fcberwiegend RAW fotografiert und jedes Bild individuell bearbeitet, wird darin m\u00f6glicherweise keinen gro\u00dfen Vorteil sehen. Wer dagegen gerne mit fertigen JPEGs arbeitet oder einen wiedererkennbaren Ausgangslook sucht, findet bei Canon ein erstaunlich vielseitiges Werkzeug. Besonders interessant ist die M\u00f6glichkeit, selbst entwickelte Picture Styles als .PF3-Dateien zu teilen. Damit k\u00f6nnte neben den bekannten Fujifilm-Rezepten auch eine kleine Sammlung eigener Canon-JPEG-Rezepte entstehen \u2013 nicht als Ersatz f\u00fcr eine bewusste Bildgestaltung, sondern als weiteres Werkzeug f\u00fcr den pers\u00f6nlichen fotografischen Ausdruck.<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":11144,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"pgc_sgb_lightbox_settings":"","footnotes":""},"categories":[41],"tags":[250,98,251,252,253,9,254,255],"class_list":["post-11142","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-fotografie-blog","tag-bildlooks","tag-canon","tag-canon-digital-photo-professional","tag-canon-eos-utility","tag-canon-picture-style-editor","tag-fotografie","tag-jpeg-rezepte","tag-picture-styles"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.1 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>JPEG-Rezepte bei Canon erstellen und \u00fcbertragen - Fotografie &amp; Vinyl<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"JPEG-Rezepte sind auch bei Canon m\u00f6glich. 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