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Available Light
Als Available Light wird in der Fotografie das Licht bezeichnet, das an einem Aufnahmeort bereits vorhanden ist. Fotografiert wird ohne zusätzlich eingesetzten Blitz oder eigens für die Aufnahme aufgestellte Dauerleuchten. Dabei kann es sich sowohl um natürliches Licht als auch um vorhandene künstliche Lichtquellen handeln. Fotografieren mit vorhandenem Licht Der englische Begriff „Available Light“ bedeutet wörtlich „verfügbares Licht“. Dazu gehören Tageslicht, Mondlicht und Feuerschein ebenso wie Straßenlaternen, Schaufenster, Kerzen oder die Beleuchtung eines Innenraums. Entscheidend ist nicht die Art der Lichtquelle, sondern dass sie nicht speziell für die Aufnahme hinzugefügt wurde. Available Light wird häufig mit schwachem Licht gleichgesetzt. Das ist jedoch nur teilweise richtig. Auch helles Sonnenlicht oder das…
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Autofokus
Der Autofokus, kurz AF, ist ein System zur automatischen Scharfstellung einer Kamera. Er ermittelt, auf welcher Entfernung sich das ausgewählte Motiv befindet, und steuert das Objektiv so, dass dieses möglichst scharf auf dem Film oder Bildsensor abgebildet wird. Bei modernen Kameras kann der Autofokus nicht nur einen festen Punkt erfassen, sondern auch Personen, Tiere, Fahrzeuge und andere bewegte Motive verfolgen. Wie funktioniert der Autofokus? Damit ein Bild scharf erscheint, müssen die vom Motiv ausgehenden Lichtstrahlen möglichst genau auf der Bildebene zusammentreffen. Beim manuellen Fokussieren verändert der Fotograf die Stellung der Linsen über den Fokusring. Beim Autofokus übernimmt diese Aufgabe ein elektronisch gesteuerter Motor im Objektiv oder – bei einigen älteren…
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Autochromverfahren
Das Autochromverfahren war das erste praxistaugliche und kommerziell erfolgreiche Verfahren, mit dem sich farbige Fotografien in nur einer Aufnahme herstellen ließen. Es wurde von den französischen Brüdern Auguste und Louis Lumière entwickelt und 1907 auf den Markt gebracht. Die Bilder entstanden als transparente Farbpositive auf Glas und mussten im Durchlicht oder mithilfe eines Projektors betrachtet werden. Die Anfänge der Farbfotografie Bereits im 19. Jahrhundert gab es verschiedene Versuche, die Farben eines Motivs fotografisch festzuhalten. Viele frühe Verfahren waren jedoch kompliziert und erforderten mehrere getrennte Aufnahmen durch unterschiedliche Farbfilter. Bewegte Motive ließen sich damit kaum wiedergeben. Die Brüder Lumière suchten deshalb nach einer Möglichkeit, alle benötigten Farbinformationen mit einer einzigen Belichtung…
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APS-C-Sensor
Ein APS-C-Sensor ist ein digitaler Bildsensor, dessen Fläche kleiner als das Kleinbild- beziehungsweise Vollformat von 36 × 24 Millimetern ist. Er wird vor allem in spiegellosen Systemkameras und digitalen Spiegelreflexkameras eingesetzt. APS-C bietet einen guten Mittelweg zwischen Bildqualität, Kameragröße, Gewicht und Kosten. Herkunft der Bezeichnung APS-C Die Bezeichnung geht auf das analoge Advanced Photo System, kurz APS, zurück, das 1996 eingeführt wurde. Dieses Filmsystem erlaubte verschiedene Aufnahmeformate. Das „C“ stand für „Classic“ und bezeichnete ein Bildformat mit einem Seitenverhältnis von 3:2. Heutige APS-C-Sensoren entsprechen diesem Filmformat nur ungefähr. Ihre genaue Größe ist nicht einheitlich festgelegt und unterscheidet sich je nach Hersteller und Kameramodell. Bei Nikon, Sony und Fujifilm liegen typische…
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Daguerreotypie
Die Daguerreotypie war das erste praxistaugliche und kommerziell erfolgreiche fotografische Verfahren der Geschichte. Es wurde von Louis-Jacques-Mandé Daguerre entwickelt und am 19. August 1839 der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Daguerreotypie markiert den Beginn der modernen Fotografie und gilt bis heute als einer der bedeutendsten Meilensteine der Bildgeschichte. Im Gegensatz zu späteren Verfahren erzeugte sie kein Negativ, sondern ein einzigartiges, nicht reproduzierbares Direktpositiv auf einer versilberten Kupferplatte. Geschichte Die Ursprünge der Daguerreotypie reichen auf die Zusammenarbeit zwischen Louis Daguerre und Nicéphore Niépce zurück. Während Niépce bereits erste lichtbeständige Bilder herstellen konnte, gelang es Daguerre nach dessen Tod, das Verfahren entscheidend weiterzuentwickeln. Am 19. August 1839 stellte der französische Physiker François Arago das…
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Anastigmat-Objektiv
Ein Anastigmat-Objektiv ist ein Objektiv, das so konstruiert wurde, dass der optische Abbildungsfehler Astigmatismus weitgehend oder vollständig korrigiert wird. Gleichzeitig werden auch weitere wichtige Abbildungsfehler wie Bildfeldwölbung, chromatische Aberration und sphärische Aberration reduziert. Dadurch entstehen deutlich schärfere Bilder bis in die Bildecken – ein entscheidender Fortschritt in der Entwicklung der Fotografie. Geschichte Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts litten viele Kameraobjektive unter sichtbaren Abbildungsfehlern. Besonders zum Bildrand hin nahm die Schärfe deutlich ab, gerade bei größeren Bildformaten. Den entscheidenden Durchbruch erzielte der deutsche Optikkonstrukteur Paul Rudolph bei Carl Zeiss. Er entwickelte 1890/1891 das Protar, das als erstes serienmäßig produziertes Anastigmat-Objektiv gilt. Möglich wurde diese Konstruktion unter anderem durch neue Glassorten…
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Analogfotografie
Die Analogfotografie bezeichnet alle fotografischen Verfahren, bei denen das Bild auf einem lichtempfindlichen Material – meist fotografischem Film – aufgezeichnet und anschließend durch einen chemischen Entwicklungsprozess sichtbar gemacht wird. Im Gegensatz zur Digitalfotografie erfolgt die Speicherung nicht elektronisch auf einem Bildsensor, sondern als latentes Bild in einer lichtempfindlichen Emulsion aus Silberhalogeniden. Erst durch die Entwicklung entsteht daraus ein dauerhaftes Negativ oder Positiv. Obwohl der Begriff „Analogfotografie“ heute allgemein verwendet wird, entstand er erst mit dem Siegeszug der Digitalfotografie zur besseren Abgrenzung der klassischen Filmfotografie. Historisch sprach man einfach von „Fotografie“. Geschichte Die Geschichte der Analogfotografie beginnt im 19. Jahrhundert mit den ersten dauerhaft haltbaren fotografischen Verfahren. Nach der Daguerreotypie (1839)…
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Albuminpapier
Albuminpapier war das bedeutendste fotografische Kopierpapier des 19. Jahrhunderts und prägte die Entwicklung der Fotografie über mehrere Jahrzehnte. Zwischen etwa 1850 und 1900 entstanden Millionen von Fotografien auf diesem Material – von Porträts über Landschaftsaufnahmen bis hin zu den berühmten Carte-de-Visite– und Kabinettkarten. Charakteristisch sind die glänzende Oberfläche, die feine Detailzeichnung und der warme Braun- bis Purpurton der Bilder. Das Verfahren gilt als Meilenstein auf dem Weg zur industriellen Massenproduktion fotografischer Abzüge. Geschichte Erfunden wurde das Albuminpapier im Jahr 1850 vom französischen Fotografen Louis-Désiré Blanquart-Évrard. Seine Idee bestand darin, hochwertiges Papier mit einer dünnen Schicht aus Hühnereiweiß (Albumin) zu überziehen. Diese glättete die Papieroberfläche und ermöglichte eine wesentlich höhere Detailwiedergabe…
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Aktfotografie
Die Aktfotografie gehört zu den ältesten und zugleich anspruchsvollsten Disziplinen der Fotografie. Sie beschäftigt sich mit der künstlerischen Darstellung des menschlichen Körpers und stellt dabei nicht die Nacktheit, sondern Form, Licht, Ausdruck und Bildgestaltung in den Mittelpunkt. Ein gelungenes Aktfoto lebt von Zurückhaltung. Oft erzählen Licht und Schatten mehr als das, was tatsächlich zu sehen ist. Gerade deshalb unterscheidet sich die Aktfotografie deutlich von der erotischen oder pornografischen Fotografie: Ihr Ziel ist nicht Provokation, sondern die ästhetische Interpretation des Körpers. Die Geschichte der Aktfotografie Bereits kurz nach der Erfindung der Fotografie entstanden die ersten Aktaufnahmen. Viele dienten Malern und Bildhauern als Studienmaterial. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich daraus eine…
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Agfacolor
Agfacolor ist die Bezeichnung für eine Reihe historischer Farbfilme und Farbfilmverfahren der deutschen Firma Agfa, die die Entwicklung der Farbphotographie maßgeblich geprägt haben. Insbesondere Agfacolor Neu aus dem Jahr 1936 gilt als Meilenstein der Fototechnik, da erstmals ein moderner Mehrschichten-Farbfilm mit bereits im Film eingelagerten Farbkupplern eingesetzt wurde – ein Prinzip, das die Grundlage nahezu aller späteren Farbnegativfilme bildete. Die Anfänge Die Geschichte von Agfacolor begann Anfang der 1930er Jahre. Zunächst brachte Agfa Rasterfilme für Farbaufnahmen auf den Markt, die jedoch technisch aufwendig waren und nur begrenzte Bildqualität boten. Den entscheidenden Durchbruch erreichte Agfa 1936 mit Agfacolor Neu. Im Gegensatz zu den damaligen Kodachrome-Filmen befanden sich die Farbkuppler bereits in…



























